University of Szeged, Faculty of Law, Tisza L. krt. 54., 6720 Szeged
Schwerpunktthema der Konferenz "Conference on "Copyright and Human Rights in the Information Age: Conflict or Harmonious Coexistence?" ist die Weiterentwicklung digitaler Technologien und des Internets sowie die Frage, wie diese Entwicklungen zur Evolution eines neuen Menschenrechts beitragen können.
Wie die Europäische Kommission dieser Tage mitteilte, hat sie ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn eingeleitet. Grund hierfür sind die neuen Rechtsvorschriften, die Anfang des Jahres unter der neuen Verfassung Ungarns in Kraft getreten sind. Dabei stellt die Kommission unter anderem auch die Unabhängigkeit der Datenschutzbehörde des Landes in Frage.
In regelmäßigen Abständen geben wir einen kurzen Überblick über aktuelle Fälle der Zensur und dem damit verbundenen Kampf für die Meinungs- und Pressefreiheit. Diesmal mit dabei: Indien, China und Ungarn.
Am 1. Juli trat die letzte Stufe des neuen Mediengesetzes in Kraft, am selben Tag wurde, wie seit heute bekannt, auch schon der ersten Klage eines namentlich nicht genannten Bürgers stattgegeben.
Das Europäische Parlament (EP) hat heute mit deutlicher Mehrheit eine von den Grünen, Liberalen, Linken und Sozialdemokraten gemeinsam eingereichte Resolution angenommen, mit der die ungarische Regierung aufgefordert wird die Medienfreiheit, Medienpluralismus und eine unabhängige Medienverwaltung in Ungarn (wieder)herzustellen.
Das zu Beginn des Jahres eingeführte neue Mediengesetz hatte der ungarischen Regierung und insbesondere Regierungschef Viktor Orbán (Fidesz) sehr viel Kritik eingebracht; auch von Seiten der EU. So hatte die EU-Kommission unter Androhung eines Vertragsverletzungsverfahrens eine Überarbeitung des umstrittenen Gesetzes in mehreren Punkten gefordert.
In Folge der von der Europäischen Kommission geäußerten Bedenken und nach einem Treffen mit Kommissionsexperten am 7. und 15. Februar 2011 haben die ungarischen Behörden beschlossen, ihre neue und umstrittene Mediengesetzgebung zu überarbeiten.
Die Hauptgründe für die Bedenken betrafen vier Bereiche:
Im Kampf gegen Korruption sollen in Ungarn künftig Geheimdienstmethoden eingesetzt und Beamte überwacht werden, berichtet die Kleine Zeitung unter Berufung auf den ungarischen Privatfernsehsender RTL Klub.
Einige Beamte sollen bereits Formulare erhalten haben, mit welchen sie ihr Einverständnis zu ihrer Überwachung geben sollen. Ein führender Gewerkschafter hat seinen Kollegen geraten, der Überwachung zuzustimmen, ansonsten ist mit umgehender Entlassung zu rechnen.
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