Nachdem AnonAustria am Freitag Screenshots von internen E-Mails des Innenministeriums unter anderem mit Zugangsdaten zu ÖBB-Videoüberwachung veröffentlicht hat, haben die Netzaktivisten am Samstag nochmals nachgelegt und einen Link zu gesammelten Screenshots interner Polizei-Mails veröffentlicht.
In der Woche vom 22. bis 28. April 2013 finden folgende Veranstaltungen zu Fragen des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre bzw. zu Fragen der Informationsgesellschaft statt:
Haus der Europäischen Union, Wipplingerstraße 35, 1010 Wien
Der Europa Club Wien widmet sich in seiner nächsten Veranstaltung der Rolle von Social Media in der EU-Politik.
Es diskutieren:
● Elizabeth Linder, Facebook (Politics and Government Specialist – Europa, Middle East & Africa)
● Thibault Lesenecal, Europäisches Parlament (Leiter Web Communication)
● Michel Reimon, Abgeordneter zum Wiener Landtag, Die Grünen
Moderation:
● Christoph Prantner, Der Standard (Ressortleiter Außenpolitik)
Die Netzaktivisten von Anonymous Austria haben am Freitag über ihren Twitter-Account einen Link zu Screenshots verschickt, bei dessen Inhalten es sich offenbar um interne E-Mails der Bundespolizeidirektion handelt. Demzufolge hat die österreichische Polizei Zugang zur "ÖBB-Videoüberwachung".
Mehr als 80 Bürgerrechts- und Verbraucherschutzorganisationen haben am Mittwoch an die Europäische Kommission appelliert, die "gefährlichen Experimente mit der Funktionstüchtigkeit des Internets zu beenden" und das Prinzip der Netzneutralität EU-weit abzusichern.
Das Ende der österreichischen Datenschutzkommission (DSK) in ihrer derzeitigen Form rückt immer näher. Mit Einführung der zweistufigen Verwaltungsgerichtsbarkeit am 1. Jänner 2014 wird die Behörde aufgelöst und durch eine neue unabhängige Datenschutzbehörde ersetzt. Um die gesetzlichen Regelungen dieser neuen Situation anzupassen, gab der Verfassungsausschuss des Nationalrats in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig grünes Licht für einen entsprechenden Gesetzesvorschlag der Regierung.
Im Dezember 2012 hatte der Österreichische Verfassungsgerichtshof den Europäischen Gerichtshof um die Klärung der Vereinbarkeit der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung mit der EU-Grundrechtecharta ersucht. Diesbezüglich hat der AK Vorrat dem EuGH nun im Namen aller AntragstellerInnen eine Stellungnahme übermittelt.
Neben der vom AK Vorrat ins Rollen gebrachten Verfassungsbeschwerde von 11.139 Personen hat auch der Wiener Anwalt Gerald Otto eine Klage gegen die Vorratsdatenspeicherung eingebracht. Er sieht gute Chancen, seine Klage vor dem EuGH als Ganzes zu gewinnen und findet dabei deutliche Worte.
In der Woche vom 15. bis 21. April 2013 finden folgende Veranstaltungen zu Fragen des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre bzw. zu Fragen der Informationsgesellschaft statt:
Montag, 15. April 2013
Hamburg (D): EU-Datenschutz-Grundverordnung
Die Hamburger Datenschutzgesellschaft lädt zu einem Vortrag über die EU-Datenschutz-Grundverordnung: 'Aussichten und Stand der Beratungen' mit Rainer Stentzel, Regierungsdirektor im Bundesministerium des Innern.
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