Ebenso wie nach dem verheerenden Doppel-Attentat von Oslo 2011 beschäftigt auch nach den jüngsten Anschlägen in Boston, bei denen drei Menschen ums Leben kamen, eine Frage die deutsche Berichterstattung: Wäre ein solcher Anschlag auch in Deutschland möglich und wie lässt sich solch eine Greueltat vermeiden? Die grundsätzliche Antwort zahlreicher Politiker und Sicherheitsexperten liegt auf der Hand: Nur die Vorratsdatenspeicherung kann uns vor dem Schlimmsten beahren.
Im Dezember 2012 hatte der Österreichische Verfassungsgerichtshof den Europäischen Gerichtshof um die Klärung der Vereinbarkeit der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung mit der EU-Grundrechtecharta ersucht. Diesbezüglich hat der AK Vorrat dem EuGH nun im Namen aller AntragstellerInnen eine Stellungnahme übermittelt.
Neben der vom AK Vorrat ins Rollen gebrachten Verfassungsbeschwerde von 11.139 Personen hat auch der Wiener Anwalt Gerald Otto eine Klage gegen die Vorratsdatenspeicherung eingebracht. Er sieht gute Chancen, seine Klage vor dem EuGH als Ganzes zu gewinnen und findet dabei deutliche Worte.
Netzpolitik Bier Wien (#npbvie) ist ein informelles Treffen von Leuten, die sich für Fragen rund um Internet-Politik und -Aktivismus interessieren. Themen wie Datenschutz, Privatsphäre, Vorratsdatenspeicherung, Netzneutralität passen hier ebenso herein wie Public Sector Information, Open Data, Grundrechte in der digitalen Gesellschaft, usw.
Fast jeden Tag prasseln Pressemeldungen mit Nachrichten zu Datenschutz, Urheberrecht, Zensurgelüsten, ausufernden Überwachungsbestrebungen und weiteren Aspekten aus den Umfeldern von Firmen und Staat auf uns ein, so die OrganisatorInnen von DigitalCourage.
Der slowenische Datenschutzbeauftragte hat am 19. März 2013 eine Klage gegen die nationale Umsetzung der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung beim Obersten Gerichtshof eingereicht.
Immer häufiger beschwerten sich britische Polizeibehörden und Geheimdienste in den vergangenen Jahren darüber, dass es angesichts des technischen Fortschritts und der steigenden Popularität von Online-Diensten, wie Facebook und Skype für sie immer schwieriger wird, Kriminelle auszuforschen und zu überwachen. Dabei hat die britische Regierung bereits eine Lösung parat: Das Land soll neue Überwachungsgesetze erhalten.
Baden-Württembergs Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) sprach sich am heutigen Dienstag in einer TV-Sendung des ZDF für eine möglichst zügige Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung aus. Dies begründete er mit der Notwendigkeit, Kinder im Internet effektiver zu schützen.
Gegen die Stimmen der Linksfraktion und der Grünen hat der Bundestag den Weg für die geplante Neuregelung der sogenannten Bestandsdatenauskunft frei gemacht. Für einen entsprechenden Gesetzentwurf votierten vergangene Woche neben CDU/CSU und FDP auch die oppositionellen Sozialdemokraten.
Deutscher Bundestag, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Raum 3.101 (Anhörungssaal)
Öffentliche Anhörung zum Entwurf für eine Neuregelung des Gesetzes zur Bestandsdatenauskunft im Innenausschuss des Deutschen Bundestags
Als Sachverständige geladen sind:
● Wilhelm Achelpöhler, Rechtsanwalt, Münster
● Prof. Dr. Matthias Bäcker, Universität Mannheim
● Dr. Alexander Dix, Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit
● Prof. Dr. Dieter Kugelmann, Deutsche Hochschule der Polizei, Münster
Neueste Kommentare
vor 3 Tage 12 Stunden
vor 3 Tage 13 Stunden
vor 3 Tage 15 Stunden
vor 3 Tage 16 Stunden
vor 3 Wochen 1 Tag
vor 4 Wochen 3 Tage
vor 4 Wochen 3 Tage
vor 7 Wochen 6 Tage
vor 8 Wochen 3 Tage
vor 9 Wochen 5 Tage