Das Zusatzprogramm Ghostery soll Nutzern eigentlich das Tracking von Werbevermarkten im Web vom Leibe halten. Die Firma hinter Ghostery verkauft aber selbst Daten an die Online-Werbebranche.
In der Woche vom 17. bis 23. Juni 2013 finden folgende Veranstaltungen zu Fragen des Datenschutzes und des Schutzes der Privatsphäre bzw. zu Fragen der Informationsgesellschaft statt:
Montag, 17. bis Dienstag, 18. Juni 2013
Berlin (D): DuD 2013 – Datenschutz und Datensicherheit
Bei der Fachkonferenz DuD 2013 – Datenschutz und Datensicherheit treffen sich heuer bereits zum 15. Mal Datenschutzbeauftragte, Anwälte und IT-Sicherheitsverantwortliche zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch in Berlin.
i-camp / neues theater münchen, Entenbachstraße 37, 81541 München
Der Datenschutz und unser Verhältnis zur Privatsphäre hat sich seit 1987 massiv gewandelt. Heute nutzt jeder dritte Deutsche das soziale Netzwerk Facebook. Statt in Euro und Cent bezahlen wir den Service mit unseren Daten und Informationen über unseren Alltag. Je mehr Facebook weiß, desto teurer kann es Werbeplätze verkaufen.
Aber ist das wirklich so schlimm? Ist passgenaue Werbung das Ende der Privatsphäre, wie wir sie kennen? Droht Gefahr von ganz anderer Seite oder ist alles halb so schlimm und nur die berühmt-berüchtigte „German Angst"?
Mit jedem Tweet zeigen wir ein Stück unserer Persönlichkeit. Die Werbeindustrie will das nutzen. Dank einer Software, die aus Twitter-Accounts die Psyche des Users liest.
Apple will zu viel über seine Kunden wissen. Das befand der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nach Analyse der deutschen Apple-Website und beanstandete 15 Vertragsklauseln wegen Rechtswidrigkeit.
In sieben Fällen machte der Elektronikkonzern einen Rückzieher, gegen die übrigen acht Passagen zog der vzbv vor Gericht und gewann auf ganzer Linie. Eine "schwere Schlappe für den Elektronikriesen, der so gern mit der Nutzerfreundlichkeit seiner Geräte wirbt, aber mit dem Kleingedruckten schon öfter in der Kritik stand", freuen sich die Verbraucherschützer.
Während auf europäischer Ebene noch um eine Reform des Datenschutzes gerungen wird arbeitet die Industrie weiterhin daran, die Konsumenten mit immer ausgeklügelteren Methoden auszuspähen. Nun soll eine neue Software User-Reaktionen aus Muskelbewegungen ablesen. Die gewonnen Erkenntnisse sollen dazu dienen, die potentiellen Kunden noch präziser mit personifizierter Werbung zu füttern.
Google arbeitet an einer neuen Generation von Google Maps, bei der sich das Kartenmaterial an den Nutzer anpasst. Interessierte können bereits eine Vorabversion ausprobieren. Auch eine neue Version von Google Maps für Android und iOS wurde vorgestellt.
Informatiker der TU Darmstadt haben gezeigt, dass Sendeanstalten das Nutzerverhalten ihrer Zuschauer mit internetfähigen TV-Geräten ohne deren Wissen auswerten können. Die Forscher stellten ihre am Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) entstandene Arbeit am Mittwoch beim Deutschen IT-Sicherheitskongress in Bonn vor.
Durch die Zusammenarbeit mit Datenhändlern aus der analogen Welt hat Facebook Zugriff auf Offline-Daten seiner Nutzer. Was Facebook freut, alarmiert Datenschützer.
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