Gemäß Googles Transparency Report haben die von Rechteinhabern übermittelten Löschanträge für vermeintlich urheberrechtsverletzende Websites im vergangenen Jahr massiv zugenommen. Rund 51 Millionen Websites seien Google 2012 gemeldet worden. Dabei nehme die Zahl der gemeldeten Seiten nicht nur von Jahr zu Jahr, sondern sogar von Woche zu Woche zu. Inzwischen erhalte Google rund eine halbe Million Anträge pro Tag.
Um die smartphone-nutzenden Jugendlichen des Landes vor schädlichen Inhalten, wie Gewalt und Pornographie, sowie Cybermobbing zu schützen, plant die Regierung Südkoreas den Einsatz eines Smartphone-Filters.
Der Filter soll nach derzeitigen Plänen von den Geräteherstellern vorinstalliert werden. Doch auch Filter für einzelne Programme, wie den Chat-Client „Kakao Talk“ sind geplant. Dabei sollen versendete Nachrichten nach Anzeichen von Cybermobbing, etwa Beleidigungen und vulgären Ausdrücken, durchkämmt und gegebenenfalls gesperrt werden.
Jens Kubieziel hat auf dem 29. Chaos Communication Congress (29C3) in Hamburg einen Überblick über alte und neue Zensurumgehungssoftware gegeben. Sein persönlicher Favorit sei nach wie vor Tor, aber auch mit Infranet, Proximax oder Telex gebe es interessante, teils vergleichsweise frische Ansätze.
Unter dem Titel "Digitaler Jahresrückblick 2012" schaut die Redaktion der Sendereihe matrix – computer & neue medien auf das vergangene Jahr zurück und fasst noch einmal jene Themen zusammen, die die digitale Welt bewegt und beschäftigt haben.
Die Themen der Sendung lauten:
Politik für alle: E-Democracy und Open Government. Gestaltung: Ulla Ebner
Zensur mit Deckmantel: ACTA und seine Brüder. Gestaltung: Julia Gindl
Hacktivismus und Widerstand. Gestaltung: Sarah Kriesche
Endzeitstimmung: Zeitungskrise und Paid Content. Gestaltung: Anna Masoner
Im kommenden Jahr stehen einige Tests für Anti-Zensur-Projekte an. Den Anfang macht Detroits "Cass Corridor" im Januar 2013. Es bildet das Testfeld für ein mobiles Adhoc-Netz, das es ermöglichen soll, sich in Notfallsituationen per Handy, Laptop oder Tablet zu vernetzen.
Über die aktuellen Bestrebungen zur Beschränkung des Exports von Überwachungs- und Zensurtechnologien steht ein Bericht auf unwatched zur Verfügung: „Handel mit Überwachungstechnologien regulieren!“
(15. Dezember 2012)
Die britische Regierung ließ am 14. Dezember 2012 wissen, dass sie den Vorschlag, Internet-Provider zur Sperre pornografischer Inhalte im Internet zu zwingen, ablehnt.
Google macht es Nutzern in den USA seit Mittwoch schwerer, pornografische Bilder zu finden. Die Bildersuche unterdrückt derlei Treffer auch im vorgeblich ungefilterten "Safe-Search-Off"-Modus, wenn der Nutzer nicht unmissverständlich nach Pornografie sucht.
Nachdem die britische Musikindustrie (British Phonographic Industry – BPI) der Piratenpartei des Landes öffentlich mit einer Klage gedroht und einzelne Mitglieder der Piraten massiv unter Druck gesetzt hatte, hat sie ihr Ziel erreicht: Die Piratenpartei hat ihren Proxy-Server, der Internetnutzern die Umgehung der weitreichenden Sperre der beliebten Torrent-Plattform The Pirate Bay (TPB) ermöglicht, offensichtlich vom Netz genommen.
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