European Digital Rights (EDRi) ist eine internationale Vereinigung von Bürgerrechtsorganisationen, die sich dem Schutz der Privatsphäre und der Freiheit der Bürger in der Informationsgesellschaft verschrieben hat.
14. Februar 2013 - 9:00 - 15. Februar 2013 - 15:00
Ort:
Hofburg, Heldenplatz, 1010 Wien
Die Sonderbeauftragte für Medienfreiheit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Dunja Mijatović lädt zu einer hochkarätig besetzten Veranstaltung in die Wiener Hofburg.
Aus Anlass des Welttages gegen Internetzensur ruft die Organisation Reporter ohne Grenzen zu weltweiten Protesten gegen Zensur im Internet auf und veröffentlicht alljährlich einen Bericht über die "Feinde des Internets" über weltweite Online-Zensurmaßnahmen und Repressionen gegen Blogger und Internetnutzer.
Die Pressefreiheit ist erneut in Finnland, den Niederlanden und Norwegen am besten geschützt, während Journalisten in Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan weiterhin massive Repressalien hinnehmen müssen. Zu den definitiven Verlierern zählen auch Österreich und Deutschland. Das geht aus einer Rangliste von Reporter ohne Grenzen (ROG) hervor, in der die Organisation die Pressefreiheit in 179 Ländern beurteilt.
Der thailändische Polit-Aktivist und Magazin-Herausgeber Somyot Pruksakasemsuk ist wegen Majestätsbeleidigung zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Im wurde vorgeworfen in seinem regierungskritischen Magazin zwei Artikel veröffentlicht zu haben, die die Krone diffamiert hätten. Das Urteil löste eine Welle der Solidarität aus und traf gleichzeitig auf harsche Kritik von Menschenrechtsgruppierungen. Somyot hat Berufung eingelegt.
In regelmäßigen Abständen geben wir einen kurzen Überblick über weltweit aktuelle Fälle der Zensur und den damit verbundenen Kampf für die Meinungs- und Pressefreiheit. Diesmal mit dabei: Uganda, Tadschikistan, Pakistan und Kuwait.
In einer neuen Studie der Bostoner Northeastern University kommen Forscher zu dem Ergebnis, dass die Zensur von Websites, die Urheberrechtsverletzungen ermöglichen sollen, sei es in Form von Sperren oder Domain-Bschlagnahmungen, ineffektiv ist. Die Uploader würden mehr Inhalte hochladen, als Rechteinhaber sperren lassen könnten, heißt es. Die Forscher empfehlen vielmehr den Geldstrom der betroffenen Websites zu blockieren und den Betreibern somit die finanziellen Mittel zu nehmen.
Nachdem das alljährliche Neujahrs-Grußwort eines Redakteurs der chinesischen Wochenzeitung „Southern Weekend“ (Nanfang Zhoumo) zensiert wurde, versammelten sich am Montag einige hundert Menschen vor dem Redaktionsgebäude, um die streikenden Mitarbeiter zu unterstützen und gegen die heimlich durchgeführte Zensur zu protestieren. Ein seltenes Bild für das zensur-gebeutelte China.
Nur wenige Tage nachdem bekannt geworden war, dass die ohnehin äußerst zensur-affine Regierung Chinas per Gesetz eine Klarnamenpflicht für die rund 500 Millionen Internetnutzer des Landes anordnen ließ und ihre Kontrolle über das Internet auch anderweitig ausbauen wolle, berichten Medien nun von zahlreichen gesperrten Microblogging-Profilen bekannter Regimekritiker.
Eine in China eingeführte Funktion, die Google-Nutzer auf Blockaden seitens der Regierung hinwies, ist vom Online-Konzern ohne Kommentar entfernt worden.
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