Wie aus Insiderkreisen zu vernehmen ist, hat in Straßburg letzte Woche eine Besprechung zum umstrittenen Abkommen über die Weitergabe von Fluggastdaten (PNR) an die US-Behörden stattgefunden. Die Sitzung, an der Vertreter des EU-Parlaments, der Kommission und der juristischen Dienste teilgenommen haben, war wieder einmal geheim, was in Bezug auf umstrittene Abkommen und Entscheidungen anscheinend zur Gewohnheit geworden ist.
Wie sich kürzlich herausstellte, hat ein Mathematik-Professor der Universität Rostock seine Studenten bei Prüfungen mit Hilfe von Videokameras überwacht und die Bilder auf eine Wand des Hörsaals projiziert, um die Studenten vom Schummeln abzuhalten. Diese Methode, bei der er im sitzen einen Überblick über die Prüflinge haben konnte, sei durchaus bequemer gewesen, als durch die Sitzreichen zu gehen und sich dabei der Gefahr auszusetzen über herumliegende Laptop-Kabel zu stolpern, erklärt der Professor.
Die britische Datenschutzgruppe Big Brother Watch hat jüngst aufgedeckt, dass im Jahre 2011 etwa 4.000 in England und Wales registrierte Einrichtungen fast drei Millionen Einträge beim Criminal Records Bureau (CRB) überprüft haben.
Der bereits in seinen Grundzügen bekannte Bericht des Bundesdatenschutzbeauftragten zum Einsatz staatlicher Überwachungssoftware ist geleakt worden. Etliche Details dieses Berichtes zeigen, dass der "Staatstrojaner" sich nicht staatstragend verhält.
Das hinter verschlossenen Türen ausverhandelte Anti-Piraterie-Abkommen ACTA (Anti Counterfeiting Trade Agreement) "ermutigt" die Unterzeichnerstaaten unter anderem zur Einschränkung und Überwachung der Internetkommunikation. Diese Maßnahmen könnten sogar an die Privatwirtschaft ausgelagert und ohne richterliche Aufsicht durchgeführt werden.
Eine breite Allianz von Kritikern dieses äußerst umstrittenen Abkommens hat daher für Samstag, den 25. Februar 2012 neuerlich zu internationalen Protesten und Aktionen gegen ACTA aufgerufen.
Am Freitag tauchte der Bericht des Bundesdatenschutzbeauftragten zum sogen. Staatstrojaner auf. Darin stellt Schaar erhebliche Datenschutz-Mängel bei der Überwachungs-Software der Firma DigiTask und deren Einsatz durch die deutschen Behörden fest.
Mehrere Abgeordnete des US-Kongresses haben im Rahmen einer Anhörung die Vorgehensweise des Heimatschutzministeriums (DHS) bei der Überwachung sozialer Medien kritisiert. Anlass für die Untersuchung der Praktiken des DHS ist ein Bericht der Bürgerrechtsorganisation Electronic Privacy Information Center (EPIC), der das Ausmaß der Internetüberwachung durch die Behörde sichtbar macht, wie mashable.com berichtet. Einige Abgeordnete bezeichnen das Vorgehen des Ministeriums als eine "Bedrohung für die freie Meinungsäußerung im Internet und die Freiheit der Bürger".
Weil Innenministerin Mikl-Leitner das Sicherheitspolizeigesetz ändern will, um die Befugnisse des „Verfassungsschutzes“ noch weiter auszubauen, wollte Albert Steinhauser, Justizsprecher der Grünen im Österreichischen Nationalrat, wissen, wie viele Bürger und Bürgerinnen denn schon jetzt in den Datenbanken der Verfassungsschützer gespeichert sind.
Keine Geheimnisse vor dem Staat: Teheran verschärft derzeit offenbar die Internet-Zensur und lässt verschlüsselte Webseiten blockieren. Mittelfristig plant die Regierung, das Internet des Landes komplett vom Rest der Welt abzuschotten.
In naher Zukunft werden die “Alten” den Kindern von einer Welt berichten, in der es noch Freiheit gab und die Menschen nicht ständig überwacht wurden. Laut einem Protokoll des EU-Ministerrats ist ACTA eine Blaupause für eine weltweite Zensur.
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