Opera beschwert sich bei der EC über den MS Internet Explorer

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So, 23/12/2007 - 17:19

Als Ergebnis einer Beschwerde des norwegischen Webbrowser-Entwickler Opera Software ASA wird die Europäische Kommission (EC) Microsofts Missbrauch bei der Verbreitung des Internet Explorers mit dem Windows Betriebssystem im Hinblick auf kartellfeindliche Regelungen untersuchen.

Opera Software gibt an, dass MS sich nicht an akzeptierte Webstandards hält und daher Programmentwickler daran hindert, Programme zu entwickeln, die miteinander kompatibel sind. Trotz ihrer vielen Innovationen in diesem Gebiet konnte die norwegische Firma, die erfolgreich in der Produktion von Browsern für Mobiltelefone ist, auf dem Markt für Internetbrowser nicht Fuß fassen, der von Microsofts Internet Explorer dominiert wird. „Microsofts einseitige Kontrolle über die Standards in manchen Märkten schafft de facto einen Standard, der teurer in der Pflege, schwieriger in der Instandhaltung und technisch minderwertig ist und der für die Nutzer sogar Sicherheitsrisiken birgt,“ hieß es von Opera.

Diese Maßnahme folgt der erfolgreichen Aktion der EU Kartellbehörden, die diesen Oktober die Entbündelung des Media Players vom Windows Betriebssystem veranlassten.

Operas Beschwerde wird von Anbietern von Software und Hardware unterstützt wie z.B. Oracle, Nokia, Adobe, IBM und vom Europäischen Komitee für Interoperable Systeme (ECIS). Thomas Vinje, der Sprecher des ECIS und Rechtsbereater sagte in einer Presseaussendung vom 13, Dezember 2007: „Indem Microsoft seinen Internet Explorer an sein monopolisiertes Windows Betriebssystem bindet und sich weigert, industriell anerkannte Open Standards ehrlich einzuführen, verweigert MS seinen Kunden jede reale Wahl bei Internetbrowsern“.

In Zusammenhang mit der Beschwerde kam von Microsoft forlgender Kommentar; „Wir werden natürlich allen diesen Fragen nachgehen, sind aber der Ansicht, dass die Einbindung des Browsers in das Betriebssystem dem Kunden zugute kommt und dass die Kunden und PC Fabrikanten bereits frei zwischen allen verfügbaren Browsern wählen können.“

Während einem Pressebriefing am 12. Dezember 2007 richtete Jonathan Todd, Sprecher für Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes aus, dass die Kommission sich mit der Beschwerde auseinandersetzen werde, dass es aber noch zu früh für einen „intelligenten Kommentar“ sei.

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