Fortschritte bei der EU Initiative für Europäische Digitale Bibliotheken

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So, 09/12/2007 - 13:16

Ein Treffen einer Expertengruppe für digitale Bibliotheken und Vertretern der Europäischen Kommission am 27. November 2007 hat das Abkommen zwischen den Europäischen Bibliotheken, Archiven und Museen offiziell gemacht, in einem gemeinsamen Versuch eine Europäische Digitale Bibliothek zu schaffen, die den Zugriff auf gemeinsames Europäisches kulturelles und wissenschaftliches Erbe ermöglicht.

Die EU-Initiative für Europäische Digitale Bibliotheken ist Teil der „i2010: European Information Society 2010", die im Juni 2006 mit dem Ziel gestartet worden war, „das Wachstum und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft und Medienindustrien zu fördern“; im August 2006 folgte die Annahme der Empfehlung zur Digitalisierung und digitalen Erhaltung, in der „EU Mitgliedsstaaten aufgefordert werden, ausgefeilte Digitalisierungseinrichtungen aufzubauen, um den Prozess zu beschleunigen, Europas kulturelles Erbe via der Europäischen Digitalen Bibliothek online zu stellen“. In diesem Sinne wurden die Mitgliedsstaaten ermuntert, Fragen in Bezug auf Urheberrecht zu behandeln sowie zur „systematischen Erhaltung digitaler Inhalte, damit langfristiger Zugang zu dem Material sichergestellt werden kann.“ Die Idee zu einer Europäischen Digitalen Bibliothek wurde von den Kulturministern aller EU Mitgliedsstaaten unterstützt und wurde am 27. September 2007 durch einen Beschluss vom Europäischen Parlament angenommen.

Kürzlich wurde auch eine Europäische Digitale Bibliotheksstiftung gegründet, in der Europäische Vereine zusammenkommen, die Museen, Bibliotheken und Archive vertreten. Vivian Reding, der Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien zufolge, zeigt die Gründung dieser Stiftung „den Einsatz der kulturellen Institutionen Europas, zusammenzuarbeiten und ihre Sammlungen zugänglich und suchbar für die breite Öffentlichkeit zu machen, indem man einen gemeinsamen und multilingualen Zugangspunkt online schafft“ auf.

Der Start des Prototyps einer Europäischen Digitalen Bibliothek ist für November 2008 geplant. Der Prototyp wird den Zugang zu mindestens 2 Millionen digitalen Büchern, Platten, Fotos, Karten und Filmen aus den europäischen Bibliotheken, Archiven und Museen ermöglichen. Es ist vorgesehen, dass die Digitale Bibliothek bis 2010 die angestrebten 6 Millionen digitalen Objekte enthalten wird.

Der Erfolg der Initiative hängt von der Finanzierung der Digitalisierung und der Findung von Lösungen ab, was urheberrechtlich geschützte Werke betrifft und wie man diese in der Europäischen Digitalen Bibliothek suchbar machen kann. Daher konzentrierten sich die Diskussionen während des Treffens am 27. November auf das Finden neuer Wege zur Finanzierung der Digitalisierung durch öffentliche-private Partnerschaften, das Finden von Lösungen für Massendigitalisierung von nicht mehr im Druck befindlichen Werken und verwaisten Werken und auf Fragen im Zusammenhang mit und der Erhaltung von wissenschaftlichen Daten.

Die Gruppe entschied, bis Juni 2008 insofern zu einem Ergebnis zu kommen, wie man mit verwaisten Werken umgehen würde, was Kriterien wie die Suche nach den Rechteinhabern beinhalten würde; außerdem wurde eine Einigung von Bibliotheken, Wissenschaftlern und wissenschaftlichen Herausgebern erreicht, den offenen Zugang aus wissenschaftliche Veröffentlichungen zu versuchen, die seit der letzen Periode unter einem Embargo waren.

Launch of European digital library "on track" (28.11.2007)

The European Digital Library: Frequently Asked Questions (25.08.2007)

unwatched: Beschluss des Europäischen Parlaments über eine Europäische Digitale Bibliothek (10.10.2007)

unwatched: Ausgleich für das Urheberrecht beim EU Projekt für Digitale Bibliotheken (25.04.2007)

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