Open Document Format erhält mehr Unterstützung.
Der erste internationale Workshop der Nutzer des Open Document Formats (ODF) im öffentlichen Sektor fand am 29. und 30. Oktober 2007 in Berlin statt und wurde vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland organisiert. Die Position des Deutschen Auswärtigen Amtes als Gastgeber wurde sehr deutlich gemacht. Der Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nannte ODF in seiner Eröffnungsrede „ein völlig offenes und ISO-standadisiertes Format“; er halte sie für eine „exzellente Basis“ für „den freien Austausch von Wissen und Information in der Zeit der Globalisierung“. Das Auswärtige Amt hat seine Aufträge bereits in einem Netzwerk mit open-source Programmen verlinkt und zu OpneOffice und Linux Betriebssystemen auf ihren Laptops gewechselt; man plant, diese Programm bis Mitte 2008 auf alle diplomatischen Arbeitsplätze auszuweiten.
Florian Schließl vom LiMux Projekt-Büro in München zufolge, wo eine Umstellung zu Linux vonstatten geht, ist ODF ein gutes Instrument zur Verminderung der großen Palette von Dokumentenvorlagen und Macros in der städtischen Verwaltung und bei der Schaffung von uniformeren Dateimanagementstandards. Die städtische Administration in Freiburg wird ebenfalls ein Projekt zur Umstellung von 2000 Arbeitsplätzen von MS Windows 2000 zu OpenOffice einführen und in Zukunft ausschließlich auf ODF und PDF zurückgreifen. ODF wird außerdem als das gebräuchliche Dateiformat von allen Agenturen und Abteilungen von Schwäbisch-Hall verwendet werden, wie Horst Bräuner, der IT Direktor, bekannt gab,
Deutschland ist nicht das einzige Land, dass ODF vorzieht. Wie Gavin Beckett von der Stadtverwaltung Bristol (UK) sagte, wird eine Umstellung zu Sun Microsystems StarOffice gerade in den Büros der Stadtverwaltung durchgeführt. Er wies außerdem darauf hin, dass die Schwierigkeit in der Entwicklung des Fortschritts in der Trägheit und der Gewohnheit der Büroangestellten liege, die sich über Jahre hinweg an das MS Betriebssystem gewöhnt hätten. „Es geht darum, tief liegende Gewohnheitsabläufe zu überwinden,“ erklärte er.
Brasilien und Indien sind ebenfalls führend in der Anwendung von Open Standards im Bürobereich. Deivi Kuhn von Sepro, einer Firma die die Verwendung von Open Source in Brasilien koordiniert, erklärte, dass der ODF Standard von der Internationalen Organisation für Standadisierung, ein gutes Instrument, das sowohl den Zugang zu Wissen sicherstellt als auch die Freiheiten es Nutzers, für die Interoperabilität bei staatlichem E-Government verpflichtend ist. In Indien wurden im Bundestaat Assam PCs mit Linux und OpenOffice an Studenten vergeben und die Umstellung auf Open Source Software in Regierungsbüros läuft an.
German Foreign Office comes out in favor of Open Document Format (30.10.2007)
unwatched: OOXML – Internationale Organisation für Normierung stimmt dagegen. (12.09.2007)


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