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EDRIgram, Nr. 5.21, 7. November 2007 |
EDRi unterstützt PIs Stellungnahme zur Google-Doubleclick Fusion.
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Sa, 10/11/2007 - 15:56
EDRi unterstützt den Brief, den Privacy International am 5. November 2007 an Kommissarin Kroes, die Vorsitzende der Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission, geschickt hat; darin wird gefordert, dass die Fusion von Google und Doubleclick in die nächste Phase gehen soll. PI ist der Ansicht, dass dieser Zusammenschluss ernsthafte Auswirkungen auf Innovationen im Datenschutz in der Werbung mit sich bringen werde. Der Brief legt die Probleme dar, die durch die Fusion am Online-Werbemarkt aufwerfen könnte: „Googles Einkauf von Doubleclick ist besonders beunruhigend, weil es sich dabei um eine bedeutende Zusammenführung in diesem Gebiet handelt; wir sind besorgt, dass gerade dieser Wettbewerb im Angebot hochwertiger Datenschutzpraktiken abgebaut werden wird. Googles dominante Position am Suchmaschinenmarkt wird sich mit Doublelicks dominanter Position beim Profiling verbinden und damit zu einer für den Datenschutz potentiell missbräuchlichen Situation beitragen. Wenn die Fusion bewilligt wird, werden sich Googles vorherrschende Leistungen radikal verändern von einem Dienst mit einer Such-Werbe-Funktion zu einem Dienst, der sowohl Suchen als auch die Browsinggewohnheiten der User speichert.“ PI hat aufgezeigt, wie die Entscheidung die Privatsphäre der Internetuser beeinflussen könnte, wenn die Zusammenlegung genehmigt wird: „Innovationen im Datenschutz könnten durch die Fusion in Mitleidenschaft gezogen werden, wenn die beiden größten Datenbanken zusammengelegt werden. Andere Firmen werden gegen diese massive Einheit konkurrieren müssen und wir sind besorgt, dass es zu einem Rennen zum Tiefpunkt des Schutzes der Privatsphäre ausarten wird. (...) Tatsächlich ist wenig darüber bekannt, wie all diese Firmen die Daten ihrer Kunden schützen, auch wenn sie das tun müssen, um die Europäischen Datenschutzgesetze einzuhalten. Wir wissen wenig darüber, wie die Firmen die Daten verwenden. Google verspricht, dass bis jetzt noch keine Online Userprofile erstellt werden, kauft aber ein Unternehmen ein, dass für seine gründlichen und umfassenden Online Userprofile berühmt ist. Was wir brauchen, sind starke und durchsetzbare Zusicherungen, dass durch diese Fusion keine Profile erstellt oder weiterentwickelt werden .“ Das Europäische Büro der Verbraucherverbände BEUCi sowie der Datenschutzkommissar des deutschen Bundeslandes Schleswig-Holstein Thilo Weichert haben sich öffentlich gegen das Google-Doubleclick Geschäft ausgesprochen. Dennoch hat Kommissarin Kroes am 15 Oktober verlautbart: "(W)ir sehen uns den Einfluss auf den Wettbewerb an - das ist alles.“ Die neue Frist für die Untersuchung wurde mit dem 13. November 2007 festgelegt. PI Comments on Google-Doubleclick Merger to the European Commission (5.11.2007) EU review of Google bid won't cover privacy issue (15.10.2007) BEUC expresses concern over DoubleClick acquisition by Google (18.07.2007) Trackback URL für diesen Eintrag:http://www.unwatched.org/trackback/718
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