Das Open Invention Netzwerk (OIN), die Körperschaft zum Tausch von Patenten, hat Google als neues Mitglied dazubekommen. Das bedeutet, dass Google ausdrücklich zugestimmt hat, keine Klagen wegen Patentverletzungen gegen die Linux Community anzustrengen.
Ein OIN Mitglied hat vollen Zugang auf eine Sammlung von über 100 Patenten und Patentanwendungen, was für "Firmen, die Linux neu verpacken, einbetten und verwenden wollen, um spezielle Dienste oder ergänzende Produkte anzubieten", attraktiv ist. "Zusätzlich hilft es, die Weiterführung von Innovationen zu sichern, die Softwarehändlern, Konsumenten, aufstrebenden Märkten und Investoren zugute kommen", wie es die OIN Seite ausdrückt. Ein Mitglied muss jedoch zustimmen, keinerlei rechtliche Schritte gegen Linuxentwickler zu unternehmen, ein versuch, Open Source Entwickler dabei zu unterstützen, Klagen wegen Patentsverletzungen zu vermeiden. Alle Mitglieder müssen es den anderen Mitgliedern erlauben, ihre Technologien zu benutzen, ohne Tantiemen zahlen zu müssen.
Das Netzwerk war 2005 von IBM, Novell und Red Hat gegründet worden, um Firmen zu schützen, die Open Source Technologien entwickelten und zählt Oracle, NEC oder Phillips zu seinen Mitgliedern.
Diese Aktion ereignet sich genau nach dem jährlichen Stanford Gipfel in Nordkalifornien, wo Michelle Lee, Leiterin der Rechtsabteilung und Patentsrechtsexpertin bei Google, die Idee angesprochen hat, dass das amerikanische Patentsystem "sich in einer Krise befindet (und) Abhilfe ist nötig". Bei dieser Gelegenheit fügte sie hinzu, dass das Patentamt überlastet sei, weil zu viele Firmen Patente nur deshalb verwenden, damit sie Geld verdienen und während der letzten Jahre für Tech Firmen Stolpersteine erstellt haben.
Rosenthal, der Generaldirektor bei OIN, zeigte sich erfreut darüber, Google als Netzwerkmitglied willkommen heißen z u können. "Da wir darauf bedacht sind, das Linux Ökosystem anwachsen zu lassen, freuen wir uns, Google als unser erstes Endnutzer-Betreiber zu bekommen (…) Google ist eine der wachsenden Anzahl von Firmen in jeder Größe, die die Offenheit und gemeinschaftliche Kultur der Linux Community schätzen. Wir spenden ihrer Unterstützung für Linux Beifall."
Googles Vertreter DiBona, der Manager der Open Source Programme, zeigte sich im Zusammenhang mit dieser Aktion ebenfalls zufrieden mit der Firma. "Für uns markiert die heutige Ankündigung die neueste Entwicklung in einer langen und fruchtbaren Beziehung mit der Open Source Community. Wir sind der Ansicht, dass Linux Innovationen schnell sind, wenn Entwickler ihr Wissen guten Gewissens teilen können. Wir sind stolz, bei einer Organisation mitzumachen, die das ermöglicht."
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