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Startseite » EDRi-gram Nr. 5.15, 1. August 2007

Britische Regierung lehnt die Ausweitung der Urheberrechtsfrist für Interpreten ab.

Verfasst von sac am 17. August 2007 - 11:39

Zur großen Enttäuschung der Musikindustrie lehnte die Britische Regierung es ab, die Ausweitung der derzeitigen 50-Jahre Urheberrechtsfrist für Interpreten auf EU Ebene zu fördern.
Den EU Regelungen zufolge deckt die Urheberrechtsfrist für Songwriter und deren Familien die Lebenszeit des Künstlers plus 70 Jahre ab, während Interpreten und deren Produzenten eine 50-Jahre Frist in anspruch nehmen, die mit dem Aufnahmedatum beginnt.
Die Britische Regierung befindet, dass die Mehrheit der Interpreten nicht von der Ausweitung profitieren würden, weil die meisten von ihnen „sich Vertragsverhältnissen befinden, die es verlangen, dass ihre Tantiemen an das Plattenlabel zurück gezahlt werden müssen.“ Man gab außerdem an, dass eine solche Ausweitung zu einer Kostensteigerung für die Industrie und die Konsumenten führen würde.
Als Argument diente der Regierung eine Studie der Geistigen Eigentumsrecht in Großbritannien, die im Dezember 2006 von Andrew Gowers erstellt wurde. Der Bericht spricht sich gegen einen früheren Antrag auf Verlängerung der Urheberfrist aus mit dem Hinweis, dass Großbritannien im Gegensatz zu den USA nicht an einem Defizit an Kreativität leidet, das von kürzeren Urheberfristen herbeigeführt wird.
Der Gowers-Bericht enthielt ein Diagramm, das aufzeigt, dass eine verlängerte Frist nicht notwendigerweise die beste Methode darstellt, die Künstler zu unterstützen. Nur wenige Platten bringen nach 50 Jahren noch Tantiemen ein, und die Grafik zeigt, dass eine effektivere Methode in der Neubewertung der Aufnahmeverträge zu Gunsten der Künstler bestehen könnte.
John Kennedy, Leiter der IFPI (Weltverband der Phonoindustrie) beschwert sich jedoch: „Einige der bedeutendsten Werke der Britischen Musik werden sehr bald den Künstlern weggenommen werden, die sie interpretiert haben, und von den Firmen, die in sie investiert haben. Die Ausweitung der Urheberfrist würde absolut unerlässliche Investitionen in junge Talente und neue Musik fördern, all dies wird dabei helfen, die Zukunft Großbritanniens als einen aufregenden und interessanten Musikmarkt zu sichern.“

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unwatched: Von der EU beauftragte Studie lehnt eine Verlängerung der Frist für das Urheberrecht ab (17.01.2007)

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