BEUC hat Bedenken bezüglich Googles DoubleClick-Einkaufs

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Fr, 20/07/2007 - 15:57

Ein gemeinschaftlicher Brief zum DoubleClick-Ankauf durch Google wurde seitens BEUCi (die Koalition aller Konsumentenorganisationen Europas) zusammen mit weiteren Konsumentenschutzorganisationen aus Deutschland, Italien und Spanien an den Wettbewerbskommissar Neelie Kroes gesendet.

Der Brief besagt dass „die vorgeschlagene Transaktion einen negativen Einfluss auf die Selektion von Onlineinhalten, die für Konsumenten zugänglich sind, und auf den Datenschutz haben könnte. (...) Gemäß unseren Informationen könnte Google durch den Kauf von DoubleClick die Online-Werbewirtschaft monopolisieren. Dadurch wäre der Wettbewerb begrenzt und Bedenken um den Datenschutz und die Kontrolle von Konsumentendaten würden entstehen.“

Cornelia Kutterer, BEUCs führende Rechtsberaterin, erklärt die möglichen Gefahren des neuen Deals: „Bisher haben sie komplementäre Datenbanken mit privaten Daten. Wenn sie diese fusionieren, könnte das zu unvergleichlichen PRofildatenbanken führen. Und falls sie diese kombinieren, führt es womöglich zu einer Verletzung der Rechte ihrer User auf Privatsphäre.“

Ein weiteres Bedenken ist, dass „es für User nach der Fusionierung praktisch unmöglich wäre, Webseiten mit Google/DoubleClick-Werbungen zu vermeiden; dadurch hätten Konsumenten nicht wirklich die Möglichkeit, andere Dienste zu wählen als jene von Google angebotenen, oder die Weitergabe von persönlichen Daten an Google einzustellen. Um es vereinfacht auszudrücken: eine Webseite müsste Teil des Google-Netzwerkes sein, wenn sie existenzfähig und sichtbar im Handelsmarkt sein wollen.“

Ähnliche Fragen wurden in einer früheren Beschwerde amerikanischer Datenschutz- und Konsumenten-NGOs aufgeworfen, woraufhin das US Bundesaufsichtsamt für das Handelswesen eine Untersuchung zu diesem Thema leitete.

Gemäß einem kürzlich veröffentlichten Bericht durch Privacy International überragen Googles Datenschutzpraktiken das Datenschutzranking der Dienstleistungsunternehmen im Internet, und seine Suchretentionspolitik wurde bereits von europäischen Datenschutzbehörden untersucht.


Consumer organisations BEUC (EU level), vzbv (Germany), Altroconsumo (Italy) and OCU (Spain): Letter to Commissioner Kroes on proposed acquisition of DoubleClick by Google
(englisch, 27.06.2007)


International Herald Tribune: Europeans worry about Google's takeover of DoubleClick
(englisch, 5.07.2007)


Consumer groups alarmed by Google online ad merger
(englisch, 9.07.2007)


unwatched: Datenschutzinstitutionen untersuchen Googles Datenschutzstandards
(25.04.2007)

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