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EDRI-gram Nr. 5.12, 20. Juni 2007 |
Datenschutz-Ranking der Dienstleistungsunternehmen im Internet
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Fr, 22/06/2007 - 15:42
Privacy International (PI) führte eine Studie durch, die eine Bedrohung des Datenschutzes enthüllt und die Position der Spielmacher auf dem Internet-Dienstleistungsmarkt in dieser Hinsicht klassifiziert. Das Ziel der Untersuchung ist es nicht nur mit dem Finger zu zeigen, sondern auch Trends und auftauchende Probleme im Bezug auf Datenschutz im Internet aufzudecken. Der Bericht wurde von PI nach einer sechsmonatigen Untersuchung der Datenschutzpraktiken, hinsichtlich Suche, Email, elektronischem Handel und sozialen Netzwerken, herausgegeben Die angewandte Methodik schloß 20 Hauptparameter ein. Darunter befanden sich Datensammlung und –verarbeitung, Vorratsdatenspeicherung, Offenheit und Transparenz oder auch die Reaktionsfreudigkeit auf Kundenbeschwerden. Daten wurden aus Zeitungsartikeln, Datenschutzrichtlinien, Blogs, Submissionen auf Regierungsanfragen, erhaltenen Informationen von momentanen und ehemaligen Unternehmensmitarbeitern, technischen Analysen und Interviews mit Unternehmensvertretern zusammengetragen. Da das Ranking 2007 eine Präzedenz darstellt, wird PI den derzeitigen Bericht als eine Konsultationsmeldung ansehen und eine breite Beratung für zwei Monate einführen, um sicher zu gehen, dass jede neue und relevante Information in Betracht gezogen wurde, bevor der komplette Bericht im September veröffentlicht wird. Die Untersuchung hat die Unternehmen nach Farben kodiert, von grün „datenschutzfreundlich und datenschutzfördernd“ bis schwarz „umfassende Kundenüberwachung und fest verwurzelte Feindseeligkeit gegenüber Datenschutz“. Während kein Unternehmen im grünen Bereich eingestuft wurde, und nur einige wenige in den blauen Bereich „sich generell des Datenschutzes bewusst“ fallen, stellt Google das einzig „schwarze“ Unternehmen in der Vorstufe des Berichtes dar. Google wurde vor allem für seinen Mangel an Transparenz kritisiert, da ihre Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung laut PI nicht klar genug sei. „Google behält Aufzeichnungen aller Suchabläufe, die dazugehörigen IP-Adressen und Zeitstempel für mindestens 18 bis 24 Monate und bietet Usern keine Löschoption. Google hat Zugang zu zusätzlichen persönlichen Informationen, inklusive Hobbies, Arbeitsverhältnis, Adresse und Telefonnummer, die in Userprofilen in Orkut enthalten sind. Diese Informationen werden oft sogar dann behalten, wenn der User sein Profil gelöscht oder Informationen von Orkut entfernt hat.“ Googles Datenschutzrichtlinie wird als „vage, unvollständig und möglicherweise irreführend“ betrachtet und auch seine Reaktion auf Kundenbeschwerden fallen schwach aus. Der Blog eines Google-Angestellten, Matt Cutts, beklagt die Tatsache dass dem Unternehmen nicht angerechnet wird, dass es keine Daten an die US-Regierung weitergab und keine Suchabfragen ihrer User durchsickern ließ. In einem öffentlichen Brief an Googles Generaldirektor Eric Schmidt, bezichtigt Privacy International Google seinen guten Namen beschmiert zu haben. „Zwei europäische Journalisten haben uns unabhängig erzählt, dass Googles Vertreter sie mit der Beschwerde ‚Privacy International hat einen Interessenkonflikt bezüglich Microsoft’ kontaktiert haben.“ PI gab auch an, dass kein Unternehmen solch eine Anschuldigung in ihren 17 Jahren gemacht habe. PI verlangte eine Entschuldigung von Google, „aber falls Sie dies nicht liefern können, denke ich sollten Sie sorgfältig über die Aktionen Ihrer Vertreter nachdenken bevor Sie etwas anfangen, das meiner Meinung nach einer Schmutzkampagne gleichkommt. So wie mit Microsoft, eBay und jeder anderen Organisation wären wir mehr als erfreut mit Ihnen zusammen zu arbeiten, um Googles zahlreiche Datenschutzprobleme zu lösen, die unser Bericht aufzeigt.“
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