Italien: Freie Software muss bei öffentlichen Anschaffungen berücksichtigt werden.

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Do, 12/04/2007 - 16:19

Im Anschluss an den Prozess, den die Associazione per il Software Libero (Assoli – Vereinigung für Freie Software) gegen das Regionale Verwaltungstribunal von Lazio-Rom angestrengt hat, hat das italienische Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik die Ausschreibung für den Auftrag für Microsoftlizenzen zurückgezogen.
Die Abteilung für Technologische Innovation des Arbeitsministeriums hatte am 21. Februar 2006 im Amtsblatt der Italienischen Republik einen Auftrag zur Lieferung von Microsoftlizenzen im Wert von ca. € 4 540 000 ausgeschrieben.
Nur elf italienische Firmen, die von Microsoft als große Account Resellers eingestuft werden, qualifizierten sich für die Ausschreibung, auch wenn das italienische Gesetz vorschreibt, dass die öffentlichen Verwaltungseinrichtungen alle Anschaffungsmöglichkeiten vergleichen müssen, einschließlich freier Software.
Assoli sieht sich auch schon bevor eine Gerichtsentscheidung getroffen wurde als Sieger, weil das Arbeitsministerium den Aufruf zurückgezogen hat. Diese Entscheidung ermuntert Assoli weiterhin in ihrer Zielsetzung, die Verwendung freier Software in der öffentlichen Verwaltung zu fördern.
„Im Anschluss an diesen Erfolg startet die Associazione zwei neue Kampagnen mit dem Ziel, den Kampf für Freiheit in der Informationstechnologie fortzusetzen: 100 neue Mitglieder in 2007 und Assolimprese“, sagte Paolo Didone, der Vorsitzende von Assoli.

Historic victory of the "Associazione per il Software Libero"!(2.04.2007)

The Ministry retires a call for tenders for proprietary software(only in Italian, 05.04.2007)

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