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Startseite » EDRi-gram Nr. 5.5, 14. März 2007

Kommissarin für Konsumentenschutz fordert Änderungen bei iTunes

Verfasst von sac am 14. März 2007 - 14:27

Viele Konsumentenschutzorganisationen in Deutschland, Norwegen, Frankreich und Finnland haben sich zusammengetan, um wegen des Bündelungsdienstes von iTunes gemeinsame Maßnahmen gegen Apple einzuleiten; jetzt werden diesbezüglich von Seiten der EU-Beauftragten für Konsumentenschutz, Meglena Kuneva, neue Bedenken geäußert.

In einem Interview für die deutsche Zeitschrift Focus äußerte Kuneva sich diesen Diensten gegenüber ausnehmend kritisch: „Finden Sie es in Ordnung, dass eine CD von allen CD-Playern abgespielt werden kann, dass ein iTunes-Song jedoch nur mit einem iPod abspielbar ist? Ich nicht. Es muss sich etwas ändern.“

Die Aussage wurde von Helen Kearns, einer Sprecherin der Kommissarin, bestätigt; sie sagte jedoch auch, es handle sich dabei um die eigene Meinung der Kommissarin, und nicht um die der Kommission. „Ich glaube nicht, dass sie die Aussage als eine eindeutige Richtlinie angeführt hat. Gegenwärtig handelt es sich um ihr Bauchgefühl“ sagte Kearns und fügte hinzu, dass Kuneva die Nachprüfung von acht Grundgesetzen zu grenzüberschreitenden Konsumentenrechten leitet.

Die diesbezügliche Nachprüfung, die sich im Anfangsstadium befindet, hat bis jetzt ein vorläufiges Dokument ergeben, dass voraussichtlich zu Änderungen der Anträge für gegenwärtige EU-Gesetze führen wird.

Apple sieht sich nicht nur in Europa heftiger Opposition ausgesetzt: auch in den USA wurde das Unternehmen geklagt, weil die Musik, die bei iTunes gekauft wird, an den Apple iPod gebunden ist, was gegen das US-Kartellrecht verstößt.


EU takes aim at Apple over iTunes (11.03.2007)


Criticism on Itunes (only in German, 11.03.2007)


Apple faces US iPod anti-trust suit (3.01.2007)

unwatched: iTunes in Europa fortlaufenden Angriffen ausgesetzt (31.01.2007)

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