Die britische Regierung hat am 19. Februar 2007 eine Online-Petition abgelehnt, die vom Blogger Neil Holmes ins Leben gerufen worden war und die von 1 414 Personen unterzeichnet wurde, um das Verbot von DRMi (Digital Rights Management) durchzusetzen, weil DRMi Systeme ihnen ihr Recht auf Auswahl zwischen konkurrierenden Produkten bei CDs oder digitale Downloads ihrer Meinung nach vorenthalte.
Die britische Regierung lehnte die Petition mit dem Argument ab, dass DRMi nutzbringend für Konsumenten sein kann, weil es nicht nur als Schutzvorrichtung fungiere, sondern „auch Firmen, die Inhalte verkaufen, erlaubt, den Konsumenten eine beispiellose Auswahl in Bezug auf die Art und Weise zu bieten, wie sie die Inhalte nutzen und auch in Bezug auf den Preis, den sie dafür bezahlen wollen.“
In Bezug auf die Rechte der Konsumenten ist die britische Regierung der Meinung, dass „es für die Konsumenten sinnvoll ist, darüber informiert zu sein, was zum Beispiel tatsächlich zum Verkauf angeboten wird, wie und wo der Käufer dads Produkt verwenden können wird, und welche Beschränkungen es gibt.“
Die DRMi-Frage bleibt in Europa auch weiterhin ein heißes Eisen. Becky Hogge, die Geschäftsführerin der britischen Open Rights Gruppe ist der Meinung, dass „DRM in der Vergangenheit als nette Technologiefrage angesehen worden ist, jetzt jedoch steigt das Bewusstsein der Konsumenten in dieser Angelegenheit.“ Sie sagte auch, dass einige DRMi Technologien Beschränkungen aufstellen, die die Rechte der Konsumenten laut britischem Urheberrecht verletzen. „DRM will das Urheberrecht stärken, schneidet dabei aber schlecht ab.“
Das deutsche Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und einige Verbraucherorganisationen haben eine „Charta für Konsumentensouveränität in der Digitalen Welt“ verabschiedet und rufen die Betreiber von Web Musikshops wie Apple dazu auf, ihre abgeschlossenen Systeme zu öffnen. Der Entwurf der Charta wird im März 2007 bei einer Konferenz der Europäischen Verbraucherschutzminister präsentiert werden.
Frühere Pläne einiger Musiklabels, Musik ohne DRMi zur Verfügung zu stellen, sind ohne wirklichen Auswirkungen geblieben, weil EMI seine Gespräche über DRMi-freie Musik mit Download-Diensten abgebrochen hat. Offenbar bestand einer der Gründe dafür darin, dass EMI von den Onlineläden immense Vorauszahlungen gefordert hatte.
U.K. government rejects calls for DRMi ban (20.02.2007)
Apple & Co. threatened with opening clauses for online music shop DRMi (19.02.2007)
EMI: DRMi stays (26.02.2007)
unwatched: iTunes in Europa fortlaufenden Angriffen ausgesetzt (31.10.2007, deutsch)
unwatched: Hat DRMi ausgedient? (17.01.2007, deutsch)
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