Britische Regierung reagiert auf die Kampagne zum Ausstieg aus der zentralen medizinischen Datenbank
Der englische Gesundheitsminister Lord Warner hat auf TheBigOptOut.org reagiert, eine Kampagne, die Bürger dazu aufruft, sich gegen die vorgeschlagene nationale medizinische Datenbank einzusetzen. Er bietet Patienten nun an, aus einem Teil des neuen Systems auszusteigen – einer Synopse für die Notfallbehandlung, in der Daten wie verschriebene Medikamente oder etwaige Diabeteserkrankungen erfasst sind. Der Minister bietet dagegen keine Möglichkeit an, aus der gesamten Datenbank auszusteigen. Geplant ist, in den nächsten ein bis zwei Jahren Daten von Hausärzten und Krankenhäusern zu erfassen und in regionalen Speicherzentren zu speichern. Die Verwaltung der Daten wird daraufhin von den Ärzten auf den Chief Medical Officer, einen Regierungsbeauftragten, übergehen.
Die Kampagne konzentriert sich im Moment darauf, die Menschen dazu zu bewegen, ihren Ärzten die Einspeisung ihrer Daten in die Datenbank von vornherein zu untersagen. Eine Umfrage vom November hat gezeigt, dass der Großteil der praktischen Ärzte die Daten nicht ohne die Zustimmung der Patienten speichern; eine andere Umfrage ergab, dass der Großteil der Patienten gegen die Einführung einer verpflichtenden zentralen Datenbank ist.
Latest media coverage of campaign (20.12.2006)
unwatched: Großbritannien: Kampagne gegen die zentrale medizinische Datenbank gestartet. (6.12.2006, deutsch)
EDRI-gram: Campaign launched in UK to opt out of central medical database (6.12.2006)
(Ein Beitrag von EDRI-Mitglied Foundation for Information Policy Research - UK)


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