Großbritannien: Kampagne gegen die zentrale medizinische Datenbank gestartet.

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Mi, 06/12/2006 - 11:33

Eine in Großbritannien gestartete Kampagne soll die Bevölkerung dazu aufrufen, aus einem Vorhaben der Regierung auszusteigen, das Krankenakten aus Hausarztpraxen in eine zentrale medizinische Datenbank einspeisen will. Am 29. November 2006 wurde TheBigOptOut.org mit der Unterstützung von NGOs wie Foundation for Information Policy Research (FIPRi) und No2ID in London gestartet. Eine Meinungsumfrage bei dem Treffen ergab, dass 53% der britischen Bevölkerung gegen eine zentrale Datenbank mit Krankenakten sind, aus der sie nicht aussteigen können; eine andere Umfrage in der Woche zuvor ergab außerdem, dass 51% der Hausärzte nicht vorhaben, Patientendaten ohne das Einverständnis der betroffenen Personen hochzuladen.
Die Kampagne fordert Menschen in England dringend auf, ihren Ärzten zu schreiben und das Hochladen ihrer Daten zu verbieten. In der Stellungnahme der britischen Regierung wurde ein Brief des Ärztlichen Leiters angeführt, in dem Ärzte aufgefordert werden, Dissidenten an die Regierung zu melden; dieser Brief wurde von der Britischen Ärztekammer scharf verurteilt, da er Ärzte zur Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht aufruft.

The Big Opt Out

Media coverage of campaign launch (27.11.2006)

Row between government and BMA, and latest news (1.12.2006)

(Beitrag von EDRI-Mitglied Foundation for Information Policy Research - UK)

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