D - Kriminalstatistik 2009 zeigt: Aufklärungsrate seit VDS gesunken!
Am Mittwoch präsentierte das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) die Polizeiliche Kriminalstatistik 2009. Der AK Vorrat hat den jährlichen Bericht genauer betrachtet und kam zu dem Ergebnis, dass die vorrätige Speicherung „aller Internetverbindungen im Jahr 2009 weder von Straftaten abgeschreckt, noch den Anteil der aufgeklärten Straftaten erhöht“ hat. Die Aufklärungsrate soll vor der Einführung der sechsmonatigen Speicherung aller Kommunikationsdaten durch Internet Service Provider (ISPs) am 01.01.2009 sogar deutlich höher gewesen sein.
Im Jahr 2008, als die Provider Verbindungsdaten nur für kürzere Zeit speichern durften, konnten 79,8 % der rund 167.000 Internetverbrechen aufgeklärt werden. Nun stieg im vergangenen Jahr nicht nur die Zahl der Verbrechen im Vergleich zum Vorjahr auf rund 207.000 an, sondern die Aufklärungsrate sank gleichzeitig auf 75,7 %. Und das trotz Vorratsdatenspeicherung!
Dies widerspricht nun endgültig den Bedenken des BKA. Nachdem das deutsche Bundesverfassungsgericht die Vorratsdatenspeicherung am 2. März 2010 für verfassungswidrig erklärt hatte, hatte das Bundeskriminalamt nämlich Sicherheitslücken in der Aufklärung von Straftaten befürchtet.
[unwatched / AK Vorrat]


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