EU und Indien bei Copyright-Abkommen uneinig
Die EU verhandelt derzeit mit Indien über ein Handelsabkommen. Das geplante Abkommen soll im Wesentlichen die Bereiche Urheberrecht, Patentrecht, Markenzeichen, Design-Muster und Herkunftsbezeichnungen umfassen.
Aus einem geleakten Entwurf des Abkommens geht deutlich hervor, dass die EU beim Thema Copyright sein System zur Bekämpfung der Produktpiraterie und zum Schutz des geistigen Eigentums eins zu eins auf Indien übertragen möchte. Indien hingegen kann sich mit diesem Vorhaben bisher nicht anfreunden und empfindet viele Bestimmungen der EU für zu verschärft.
Uneinigkeit zwischen Brüssel und Neu Delhi herrscht unter anderem hinsichtlich der Schutzdauer von Urheberrechten, denn während die EU auf eine Dauer von mindestens 60 Jahren besteht, betrachtet Indien eine Dauer von 60 Jahren als äußerste Höchstgrenze.
Auch beim Thema „Durchsetzung des Urheber- und Patentrechts“ sind sich die EU und Indien bisher uneinig. Während die EU Rechteinhabern in diesem Zusammenhang weite Rechte und Mittel wie einstweilige Verfügungen und hohe Schadensersatzansprüche zugestehen möchte, erwartet sich Indien „faire“ und nicht „unnötig komplizierte oder kostspielige“ Mittel zur Durchsetzung.
Neben diesem Handelsabkommen verhandelt Indien zur Zeit auch in ähnlicher Weise mit Japan, während die EU ähnliche Verhandlungen mit Südkorea und Kanada führt.
[unwatched / heise]


Neueste Kommentare
vor 7 Stunden 36 Minuten
vor 1 Tag 12 Stunden
vor 1 Woche 3 Tage
vor 4 Wochen 1 Tag
vor 4 Wochen 1 Tag
vor 4 Wochen 5 Tage
vor 4 Wochen 5 Tage
vor 5 Wochen 1 Tag
vor 5 Wochen 2 Tage
vor 8 Wochen 17 Stunden