(D') Evolution Summit 2010 und die Granada Deklaration
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Englisch: (D') Evolution Summit 2010 and the Granada Declaration
Am 31. März 2010, am Vorabend der Osterfeiertage, ging in Barcelona der Gipfel der Kultusminister der 27 EU-Mitgliedsländer sowie ihr Treffen mit dem Forum of Cultural Industries zu Ende. Der gleichzeitig stattgefundene Bürger-Gipfel, die (D') Evolution Summit, war zusammengekommen, um konkrete Vorschläge und Anforderungen an die Grundrechte im Internet einzubringen, die Diskussion beim offiziellen Kongress in Echtzeit weiterzugeben und damit der Zivilgesellschaft die Teilhabe daran zu ermöglichen, was über ihre Zukunft besprochen wurde.
Hier einige Details, die – wie sich später zeigen wird – "repräsentativ" sind:
Über 5.000 Menschen konnten live über die Direktübertragung im Internet eingebunden werden, 700 soziale Netzwerke haben spontan zusammen geholfen, um eine sofortige Informationsverbreitung sicherzustellen. Zehn Tausende Blogger halfen mit, (D') Evolution zu verbreiten.
Der fiktive Charakter von Tracks Collector, einem Künstler, der versucht, legitime Lizenzgebühren für seine der Creative Commons-Lizenz unterliegenden Werke einzunehmen, die ihm die Kulturindustrie aber nicht erstatten will, zog an einem einzigen Tag mehr als 1.000 Fans an.
Leo Bassis (D') Evolution-Aktion "No pagaremos el pato/Wir werden es nicht ausbaden" für eine Kulturindustrie, die sich nicht selbst neu erfinden will, war auf den Titelseiten aller Printmedien.
Jeden Tag, eine halbe Stunde nach Ende jeder Session des Forum on Cultural Industries, wurden die Highlights samt live Kommentaren ausgestrahlt. Die Ausgabe über Eduard Punset, der sich direkt an den spanischen Minister Ángeles González Sinde gewandt hatte, was online gepostet worden war unter dem Titel "La Lección de Punset/Punset's Lektion" hatte in den ersten beiden Tagen 90.000 Besucher. Damit war diese Ausgabe eine der fünf meist besuchten Videos im Netz. Inzwischen waren mehr als 150.000 Aufrufe zu verzeichnen.
Ein zweites Treffen der Zivilgesellschaft widmete sich vom 18. bis 20. April dem Granada Meeting der EU-Minister für Telekommunikation und der Zivilgesellschaft. Obwohl der größte Teil der Minister wegen der aktuellen Verkehrsprobleme in Europa nicht eingetroffen war und via Videokonferenz teilnahm, wurde die Granada Deklaration zur Digitalen Agenda für Europa am 19. April 2010 verabschiedet.
Die Erklärung drückt Unterstützung für die "Sicherung eines offenen Internets" aus und möchte im Hinblick auf geistige Eigentumsrechte (IPR) "bei gleichzeitiger Wahrung und Sicherung einer fairen Vergütung für die Rechteinhaber, die Entwicklung eines europäischen Content-Marktes durch praktische Lösungen zur Unterstützung neuer Businessmodelle aktiv fördern und konkrete Maßnahmen zur Verringerung einer Marktzersplitterung für die Wiederverwendung und den Zugang zu digitalen Inhalten entwickeln".
Die Granada Deklaration enthält auch ein Kapitel über "Digitale Nutzerrechte", die sich mit der Förderung des "Bewusstseins über aktuelle EU-Bestimmungen zum Schutz der Nutzer von elektronischen Kommunikationsmitteln und Online-Services" befasst sowie mit der Stärkung "des Datenschutzes und der Privatsphäre von Nutzern sozialer Netzwerk-Dienste und Schlüsselbereichen wie online Gesundheits- und E-Government-Services".
(Mit Dank an die Veranstalter der (D') Evolution Summit)
Granada Ministerial Declaration on the European Digital Agenda, verabschiedet am 19. April 2010 (Englisch)
Europa aprueba la Declaración de Granada para la nueva Agenda Digital (Spanisch, 19.04.2010)
Full report from the (D') Evolution Summit - THE END OF IMPUNITY, Ministerial Summits are not what they used to be -Videos, images, events and press clippings


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