Workshop der Kommission über datenschutzfreundliche Technologien
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Englisch: Commission Workshop on Privacy Enhancing Technologies
Die Europäische Kommission hielt am 12. November 2009 einen Workshop über datenschutzfreundliche Technologien (Privacy Enhancing Technologies - PETs) ab. Die Veranstaltung war für den Zwischenbericht von London Economics über wirtschaftliche Auswirkungen von PETs gedacht, war aber schließlich deutlich umfangreicher.
Dirk Van Rooy (Bereichsleiter für Vertrauen und Sicherheit) gab einen Überblick über die Arbeit der DG Informationsgesellschaft hinsichtlich Datenschutzthemen, auch im Bereich der Rahmenprogramme. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf den Bereich Kommunikation der Kommission, die die eID-Infrastruktur abdeckt, und erklärte dass dieses Thema zurzeit mit Mitgliedsstaaten diskutiert wird und dass weitere Initiativen in Planung sind.
London Economics wurde gebeten ihre ersten Ergebnisse nach nur vier Monaten ihres neunmonatigen Projektes zu präsentieren – was vermutlich zu früh war. Aus ihrer Präsentation zeigt sich dass sie bisher keine Definition für PETs, die dem Inhalt dieser Untersuchung angepasst wurden, gefunden haben. Demzufolge hinterfragten etliche Teilnehmer des Workshops die Herangehensweise der Berater.
In der zweiten Sitzungsperiode gab John Borking einen Überblick über Themen, die eine Aufnahme der PETs durch die Industrie einschließen, und erläuterte positive und negative Elemente, die zu einer Minderung gegen den Einsatz von PETs führen. Im Wesentlichen argumentierte er damit dass die Kosten-Nutzen-Analyse wieder ausgeglichen werden muss, um der Industrie eine Übersicht potentieller Kosten bei beispielsweise durchgesickerten Daten zu bieten.
Ari Schwartz von der Zentrale für Demokratie und Technologie präsentierte kurz die Geschichte von P3P, und beschrieb dabei was es macht bzw. nicht macht und die hochtrabenden Behauptungen, die zuweilen darüber gemacht werden. Er legte ein sehr interessantes Zitat der Citibank zu diesem Thema vor:
Es gibt Bedenken dass P3P gewöhnlichen Nutzern peinlich detailliert zeigen würde, wie ihre persönlichen Informationen durch weniger zuverlässige oder verantwortungsvolle Betreiber von Webseiten missbraucht werden könnten. Solch ein Wissen könnte dazu führen dass Nutzer sich gänzlich weigern Informationen bereitzustellen.“
Yoram Hacohen von der israelitischen Datenschutzbehörde präsentierte ein Projekt an dem er in einer früheren Tätigkeit beteiligt war, bei der politischen Parteien das Wählerverzeichnis auf CD bereitgestellt wird. Das System hatte zahlreiche komplexe und funktionstüchtige PETs, doch nach Ende der Wahl versäumte die zuständige nationale Behörde die CDs der Parteien wieder einzusammeln und die Daten wurden veröffentlicht. Er führte an dass die nächste Konferenz der Datenschutzkommissare 2010 in Israel stattfinden werde, wo „Datenschutz nach Entwurf“ und PETs Themenschwerpunkte bilden werden.
(Ein Beitrag von Joe McNamee - EDRi)
Workshop on Economic Benefits of PETs (12.11.2009)
White Paper: Platform for Privacy Preferences Project (P3P) & Citibank
EC Communication - A Strategy for ICT R&D and Innovation in Europe: Raising the Game (13.03.2009)


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