Britische Musikindustrie ist bei der Verbindungstrennung für p2p-Users geteilter Meinung

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So, 27/09/2009 - 14:37


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English: UK music industry shows divided opinions on cutting off p2p users

Der britische Innenminister Lord Mandelson hat mit seinem Vorschlag, technische Maßnahmen einzusetzen , um die Verbindungen von illegalen Filesharern zu trennen, auf unterschiedliche Reaktionen in der britischen Musikindustrie hervorgerufen.

Eine Koalition aus der Artists Coalition (FAC), der British Academy of Songwriters, Composers and Authors (BASCA) and der Music Producers Guild (MPG) hat vor kurzem ihre Ansicht publik gemacht, dass die Aufhebung von Verbindungen von vermutlichen Filesharern eine „krass übertriebene“ Maßnahme darstelle. Abgesehen von der Tatsache, dass die Kosten für die Einführung der technischen Maßnahmen zur Trennung der Verbindungen im Vergleich zu den angenommenen Nutzen viel zu hoch sind, sagten die Mitglieder der Koalition, sie hätten kein Interesse daran, ihre Fans zu bestrafen.

Auch wenn sie glauben, dass das Urheberrecht zum Schutz der Songwriter und Künstler unerlässlich ist, hegen die Mitglieder der Koalition „ernsthafte Bedenken am Inhalt und der Reichweite der vorgeschlagenen Gesetzgebung, die in den Beratungen über p2p Filesharing dargelegt wurden. Prozesse wie Überwachung, Verständigungen und Strafmaßnahmen sind der Schaffung eines lebhaften, funktionierenden, fairen und wettbewerbsfähigen Musikmarkts keineswegs zuträglich.“

FAC führt als Argument an, dass eine kürzlich von MusicAlly durchgeführte Befragung aufzeigt, dass die zurückgehenden CD-Verkäufe nicht ausschließlich auf illegales Filesharing zurückgeführt werden können, und dass „es gefährlich ist, das Herunterladen von Musik als direktes online-Äquivalent für CD-Verkäufe zu sehen“. Die Koalition ist der Ansicht, dass der Vorschlag nicht zwischen dem Herunterladen und der online-Weitergabe von Musik durch Fans auf einer nicht-kommerziellen Ebene und denjenigen differenziert, die es aus finanziellen Gründen und zu Gewinnzwecken machen. „Diese zweite Gruppe von „kommerziellen“ P2P-Usern und Vermittlern sollte mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt werden, wie es mit illegalen CD-Fertigungen in der offline-Welt geschieht. Normale Musikfans und Konsumenten dürfen nicht kriminalisiert werden, weil ein Altlastsektor darin versagt, sich schnell genug an neue technologische Herausforderungen anzupassen.“

FAC ist der Meinung, dass die Musikindustrie sich an das digitale Zeitalter anpassen und neue Geschäftsmodelle entwickeln müsse. „Als Vertreter von Schaffenden sind wir gewillt, mit Regierungen zusammenzuarbeiten, um die durch digitale Technologien entstandenen Möglichkeiten und Herausforderungen zu erforschen und zu steuern. Woran wir nicht teilnehmen werden, ist ein System, das die bestehende Zuhörerschaft unserer Mitglieder und potentielle neue Hörer entfremdet.“

Tatsächlich kam aus Mandelsons Abteilung am 25. August als Antwort auf die Meldung der Beratungen über Digital Britain-Vorschläge, die Einführung der Drohung der Verbindungstrennung solle neu überdacht werden. „Seit der Veröffentlichung der Beratung haben einige Interessensvertreter heftig argumentiert, dass keine dieser technischen Maßnahmen (außer der Trennung) stark genug ist, um eine wesentlich abschreckende Wirkung auf rechtsverletzendes Verhalten zu haben.“

UK Music, die Organisation, die einen großen Teil der Musikindustrie vertritt, gab am 16. September eine Stellungnahme ab, in der sie gezwungen war, jede Äußerung über die Trennung von Internetverbindungen zu unterlassen, um die Einheit in der Musikindustrie aufrechtzuerhalten. Auch wenn FAC kein Mitglied von UK Music ist, ist BASCA, die sich auf FACs Seite stellten, das sehr wohl.

„UK Music möchte klarstellen, dass alle unsere Mitglieder nach wie vor Vorschläge unterstützen, die dem zukünftigen Wachstum und der Zukunftsfähigkeit unserer kommerziellen Musikindustrie zuträglich sind. Wir glauben, dass Einmischungen von Seiten der Regierung immer willkommen sind und dass nach Einschätzung Ofcom angemessene und adäquate Befugnisse erhalten sollte, wie vom Innenminister vorgegeben, Der Sinn dieser Befugnisse besteht darin, User von unlizensierten p2p-Netzwerken in Richtung existierender und zukünftiger digitale Musikdienste zu führen,“ heißt es in der Stellungnahme, in der kein Wort über jedwede spezifischen Maßnahmen zur Durchführung verloren wurde.

Ein endgültige Stellungnahme der Musikindustrie wird wahrscheinlich nach dem Beratungsprozess aufliegen, der am 28. September endet.

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