Ausweitung der Urheberrechtsfrist vom Europäischen Parlament verschoben
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English: Extension of copyright term postponed in the European Parliament
македонски јазик: ЕП го одложи продолжувањето на периодот на важност на авторските права
Als Folge der massiven Streitigkeiten und dem Mangel an Übereinstimmung unter den MEPs entschieden die Vorsitzenden der politischen Gruppen im Europäischen Parlament bei einem Treffen am 17. März 2009, die Abstimmung über die Ausweitung der Urheberrechtsfrist, die am 23. März 2009 statffinden hätte sollen, auf Ende April 2009 zu verschieben.
Die verschobene Richtlinie, die von Kommissar McCreevy eingebracht worden war, hätte das Urheberrecht von 50 auf 90 Jahre verlängert und hätte die Künstler im Alter unterstützen sollen. Wie viele Gegner des Antrags betont haben, und wie auch in vielen Studien aufgezeigt wurde, wäre die Verlängerung jedoch größtenteils den großen mulitnationalen Unternehmen zugute gekommen und hätte sich auf die europäische Wirtschaft und Kultur eher negativ ausgewirkt.
Professor Martin Kretschmer, der Leiter des Centre for Intellectual Property Policy & Management Bournmemouth hält die Maßnahme für nutzbringend für die vier mulinationalen Plattenfirmen Universal, Sony BMG, Warner Music und EMI, die im Besitz beinahe sämtlicher wichtiger Aufnahmen sind, die von der Ausweitung der Frist betroffen wären; weitere Nutznießer wären einige wenige bedeutende Künstler und die Verwertungsgesellschaften.
Den Berechnungen der Europäischen Kommission zufolge würden die meisten der Künstler nur um die 52 Euro pro Jahr erhalten, während das EDRi-Mitglied Open Rights Group schätzt, dass 80% der Künstler sogar nur 0,5 bis 27 Euor pro Jahr einnehmen würden. Sogar wenn man die Zahlen der Europäischen Kommission in Betracht zieht, stellt der Betrag alles andere als eine Altersvorsorge für die Künstler dar.
Die Association for Fair Audiovisual Copyright in Europe ("A Face"), eine Gruppe, die sich aus Einzelpersonen und Vereinigungen der Europäischen audiovisuellen Gesellschaften zusammensetzt, hat sich anderen Stimmen gegen die Richtlinie angeschlossen und eine Petition gegen sie angestrengt. „Wir halten diese Richtlinie und jeden anderen Antrag, der auf ähnlichen Prinzipien basiert und die audiovisuelle Welt betrifft, für schädlich für die Entwicklung und Weitergabe der Europäischen Kultur und Wirtschaft, die unter die wesentlichen Aufgaben des Europäischen Parlaments fallen. Daher wollen wir uns dem Antrag aktiv entgegenstellen und jeden aufrufen, diese Sache zu unterstützten“, heißt es in der Stellungnahme der Gruppe. Das Ziel von Face ist sicherzustellen, dass das Urheberrecht nicht von seinem ursprünglichen Zweck der „Wahrung der Interessen der Rechteinhaber in dem Ausmaß, das die Weiterentwicklung der Kultur erlaubt“ abgetrieben wird.
Ende März wird in einer Diskussion zwischen der Europäischen Kommission, dem Europäischen Rat und dem Europäischen Parlament entschieden werden, ob die Richtlinie weiter im Europäischen Parlament behandelt werden soll.
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