Direkt zum Inhalt
unwatched.org logo
Login / Registrierung
Passwort vergessen?
  • Home
  • EDRi-gram
  • Termine
    • Termin eintragen
  • Literatur
  • Links
    • Link eintragen
  • Online-Abo
  • Impressum
Startseite » EDRi-gram Nr. 6.22, 19. November 2008

Ausländische P2P-Softwarehersteller könnten unter französischem Gesetz haftbar gemacht werden

Verfasst von sac am 22. November 2008 - 15:26
  • Copyright / Urheberrecht
  • Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte
  • Frankreich

Anfang November 2008 hat ein französisches Gericht entschieden, dass die US-Firmen, die p2p-Software herstellen, in Frankreich unter französischem Recht verklagt werden können.

Das Urteil bezieht sich auf einen Fall, der vom französischen Phono-Verband SPPF (Société des producteurs de phonogrammes français) im Juni 2007 gegen SourceForge vor Gericht gebracht wurde, eine Anlaufstelle für Open Source Software, die das Projekt Shareaza und zwei anderen p2p-Softwareprojekte Vuze, Morpheus und seit Ende 2007 auch Limewire verbreitet.

Aufgrund der Beweise, die von der französischen Firma Advestigo eingebracht wurden, beschuldigte der SPPF die vier Angeklagten der Urheberrechtsverletzung, da Dateien im Internet mithilfe ihrer Software illegal weitergegeben worden seien. Der SPPF beruft sich in dem Fall auf den sogenannten Vivendi-Zusatz zum französischen DADVSI-Gesetz, in dem es heißt, dass „ die wissentliche oder unwissentliche Aufbereitung, Veröffentlichung oder Vermittlung von Software, die offenkundig entworfen wurde, um geschützte Werke der Öffentlichkeit unbefugt zugänglich zu machen“, mit einer Geldstrafe von bis zu 300 000 Euro oder einer Haftstrafe von 3 Jahren geahndet werden kann. Bis vor kurzem war der Fall gesperrt gewesen, während man auf die Entscheidung über den Zuständigkeitsbereich gewartet hatte, mit der Entscheidung des Gerichtshofs kann der Fall nun aber verhandelt werden. In der Klage verlangt der SPFF „den sofortigen Abbruch der Verbreitung und Betreibung der fraglichen Software“, 3,7 Millionen Euro von Morpheus und 16,6 Millionen von Vuze.

Eine der Firmen, die vom SPFF verklagt wurde, arbeitet aktiv daran, Lizenzabkommen mit Inhaltsanbietern zu erhalten und hat vor kurzem einen Prozess bei der US-Bundeskommunikationskommission gewonnen, die den ISP Comcast dazu verurteilte, peer-to-peer Aktivitäten in Zukunft nicht mehr zu behindern.

Die Sourceforge-Story ist noch bedenklicher, da es sich um die Anlaufstelle für Open Source Software handelt, wo viele kleine Betriebe, die nicht die Mittel für Software haben, Open Source Software erhalten können. Dies ist ein zentraler Teil der Softwareindustrie und sogar die Anti-Piracyorganisation der Softwareindustrie selbst, die BSA, akzeptiert dies. Die Musikindustrie blickt auf eine lange Geschichte des Konflikts mit Sourceforge Shareaza zurück, ein Projekt für die Open Source Entwicklung von Software für Endnutzer, das von freiwilligen Projektleitern und Entwicklern in Europa, Australien und den USA betrieben wird.

P2P : the French offensive against the software (französisch, 7.11.2008)

Music producers get green light to sue Sourceforge, Vuze (12.11.2008)

Record Labels to Sue Vuze, Limewire and SourceForge(10.05.2008)

  • MeinVZ
  • del.icio.us
  • Digg
  • Facebook
  • Furl
  • identi.ca
  • Mister Wong
  • SlashDot
  • StumbleUpon
  • Twitter
‹ Stellungnahme des Europäischen Datenschutzbeauftragten zum EU-US Abkommen zur Datenweitergabe nach oben Rumänien führt neues Vorratsdatenspeicherungsgesetz ein ›
  • Druckversion
  • Trackback URL
FlattrFlattr? Online-Abo Artikel ... Feedback | Fehler melden

Ankündigung

zeichnemit.at

Pressespiegel

  • Dear Hollywood: An Open Letter to the Hardworking Men and Women in the Entertainment Industries (03.02.2012)
  • Ist die ACTA-Hysterie berechtigt? (03.02.2012)
  • Amnesty International kritisiert Twitter-Filter (03.02.2012)
  • Nutzerdaten: Microsoft und Google streiten offen über Datenschutz (03.02.2012)
  • Aigner mahnt mehr Datenschutz bei Facebook an (03.02.2012)
  • Junge Union gegen ACTA (03.02.2012)
  • Analyse der Vorratsdaten-Studie des Max-Planck-Instituts (02.02.2012)
  • Bundesregierung sieht ACTA gelassen (02.02.2012)
  • ACTA: Proteste in Deutschland werden größer (02.02.2012)
  • Blogger.com bereitet länderspezifische Sperren vor (01.02.2012)
Weitere Pressemeldungen

Neueste Kommentare

  • Überwachungskameras
    vor 5 Tage 18 Stunden
  • Lachhaft
    vor 3 Wochen 4 Tage
  • übertrieben!
    vor 3 Wochen 4 Tage
  • Android?
    vor 4 Wochen 16 Stunden
  • datenschutz rss
    vor 4 Wochen 22 Stunden
  • Erratum
    vor 4 Wochen 4 Tage
  • Das ist falsch
    vor 4 Wochen 4 Tage
  • Oder es ist eine Möglichkeit ...
    vor 7 Wochen 2 Tage
  • Gehört zum Job...
    vor 7 Wochen 2 Tage
  • Die Akteure und Nutznießer
    vor 10 Wochen 2 Tage

Kontakt & Impressum | PGP-Schlüssel | Werben auf unwatched.org

unwatched.org - Das Datenschutzportal der mksult GmbH, Westbahnstraße 46, A-1070 Wien