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EDRI-gram Nr. 6.12; 18. Juni 2008 |
Britische ISPs warnen Internetdownloaders vor dem Risiko strafrechtlicher Verfolgung
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Sa, 21/06/2008 - 19:02
Als Fortsetzung der Aktionen, die im März 2008 gestartet wurden, und trotz der Ansicht, dass ISPS nicht als Internetpolizei auftreten sollen, haben die großen britischen Plattenfirmen, vertreten von British Phonographic Industry (BPI) und Virgin Media, der größte Anbieter von Breitband, sich in einer Kampagne zusammengetan, um das illegale Herunterladen von Musik zu bekämpfen. Virgin Media hat damit begonnen, Internetuser, die illegal Musik herunterladen davor zu warnen, dass sie strafrechtlich verfolgt werden und hat Briefe an tausende von Haushalten versandt, wo solche Aktivitäten stattgefunden haben. Dies scheint der erste Schritt in BPIs Versuch zu sein, die ISPs dazu zu bringen die „drei Treffer“-Methode zu implementieren, was bedeutet, dass die geschätzten 6,5 Millionen Kunden, deren Accounts für illegales Downloaden verwendet werden, gewarnt und schließlich ihre Verbindung getrennt wird. „Virgin Media ist der erste ISP, der das Problem öffentlich anspricht. Hier sehen wir mal einen sozial verantwortungsvollen ISP, und ich bin sicher, dass andere ISPs es sehen und auch die Fortschritte erkennen werden. Es hat mich sehr ermutigt, dass sie sich an uns gewandt haben. Sie verstehen etwas von den Rechten von Musikern“ sagte Geoff Taylor, Generaldirektor von BPI. BPI und Virgin haben sich entschlossen, eine Bildungsphase einzuschieben, bevor sie irgendwelche rechtlichen Maßnahmen gegen illegale Downloader ergreifen. „Bildung ist der unbedingte Schlüssel zur Minderung des illegalen Downloadens ... neue Partnerschaften mit ISPs können dabei helfen, ein Internet zu schaffen, in dem Musik die angemessene Wertschätzung erhält.“ Hieß es von Taylor. Die Absicht besteht darin, die Kunden zunächst in einer 10-wöchigen Kampagne durch „informative“ Briefe zu informieren, die ausgeschickt werden, die jedoch auch von einer Warnung vom BPI begleitet werden, die mit der Trennung der Verbindung und einem Gerichtsprozess drohen, wenn weiterhin illegale Downloads betrieben werden. Die ersten Briefe drohen nicht mit der Trennung der Verbindung. In dem Brief heißt es: „Wir verstehen, dass Sie sich über diese Angelegenheit Sorgen machen, und Sie mögen nicht sicher sein, wie es dazu gekommen ist. Eine mögliche Antwort besteht darin, dass andere Personen in Ihrem Haushalt Ihren Computer und/oder Internetverbindung benutzt haben, und diese Personen könnten die Dateien mit anderen durch unautorisierte „P2P“ Filesharing Netzwerke wie „Bittorrent“ oder „Limwire“ gemeinsam benutzt haben. Dennoch müssen Sie sichergehen, dass diese Dateien in Zukunft nicht mehr mit Ihrer Virgin Media Verbindung heruntergeladen oder gemeinsam benutzt werden.“ Virgin warns illegal downloaders: stop or face prosecution (7.06.2008) British ISP, recording industry warn illegal downloaders (6.06.2008) unwatched: GB: ISPs sind nicht die Internetpolizei (9.04.2008) Virgin sends file-sharing warnings to customers (16.06.2008) Trackback URL für diesen Eintrag:http://www.unwatched.org/trackback/1024
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