Aktion 'Freiheit statt Angst' am 10.9. in Wien [3. Update]
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Bild: AKVorrat.de
Ein breites gesellschaftliches Bündnis ruft auch heuer wieder in ganz Europa zu Aktionen und Demonstrationen für Freiheitsrechte, für einen modernen Datenschutz und für ein freies Internet auf.
Auf österreichischer Seite richtet unwatched.org am Samstag, den 10. September 2011 eine Veranstaltung (#fsa11_vie) im Metalab in Wien aus.
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Update:
* Nachlese zum Aktionstag in Wien
* Alle Video-Mitschnitte: ichmachpolitik.at
Hintergrund
Ziel ist es, unterschiedliche Organisationen und Akteure, die sich für eine freie, demokratische und offene Gesellschaft einsetzen, zusammenzubringen und über Möglichkeiten zur Stärkung der Zivilgesellschaft (in Österreich) zu diskutieren, Aktionen zu planen und Informationen auszutauschen.
Der Aktionstag 'Freiheit statt Angst' steht für ein freies Internet mit gleichem Zugang für alle, ohne Diskriminierung einzelner Inhalte, für den Schutz der Meinungs- und Pressefreiheit im Internet weltweit sowie den Respekt vor der Privatsphäre als unabdingbarem Bestandteil der menschlichen Würde. Eine wesentliche Bestrebung des Aktionstages ist ein Ende des gegenwärtigen Überwachungswahns.
Ort
Wir laden alle Interessierten am 10. September 2011 ins Metalab (Rathausstraße 6, 1010 Wien).
Programm (Stand: 05.09.2011)
| 13:30 Begrüßung | |
| Andreas Krisch, unwatched.org | |
| 13:45 Informationsfreiheit; Open Data | |
| Josef Barth, Amtsgeheimnis.at | |
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Zwei Zitate: Die österreichische Verwaltung ist en gros – anders als in anderen Ländern – noch immer wenig auskunftsfreudig, was Daten und Informationen betrifft, die allgemein zugänglich sein sollten, da sie uns alle angehen. Das Amtsgeheimnis, hinter dem man sich dabei gern verschanzt, steht in Österreich - anders als in anderen Ländern - sogar noch in der Verfassung. Die Verwaltung eines demokratischen Staates ist lediglich Dienstleister des Bürgers. Und nur der Bürger als Souverän des Staates ihr Auftraggeber. Damit stellt sich die zentrale Frage: Warum verweigert der Dienstleister dem Auftraggeber die Auskunft? Und vor allem: Mit welchem Recht? |
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| Robert Harm,open3.at | |
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"Die Verfügbarkeit von Primärdaten hat den politischen Dialog versachlicht" - Wilhelm Vogel, Umweltbundesamt Mit http://data.wien.gv.at wurden auch in Österreich erste ernsthafte Umsetzungsschritte in Richtung Open Data und Open Government gesetzt. Durch das zur Verfügung stellen öffentlicher Daten in maschinenlesbaren Formaten können damit auch von BürgerInnen Applikationen oder Visualisierungen erstellt werden, die zu einem besseren Verständnis von Verwaltung und Politik führen und eine wichtige Grundlage für zivilgesellschaftliches Engagement darstellen. |
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| 14:30 Pause | |
| 14:45 Fluggastüberwachung - Passenger Name Records | |
| Alexander Sander, NoPNR | |
| 15:30 Pause | |
| 15:45 Privatsphäre | |
| Freiheit statt Angst Österreich | |
Vor diesem Hintergrund stellt die Initiative ihre Aktivitäten im abgelaufenen Jahr und Pläne für künftige Aktionen vor. |
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| 16:00 Big Brother Awards 2011 - Es gilt die Schuldvermutung | |
| Erich Möchel, quintessenz | |
| 16:30 Pause | |
| 16:45 Netzsperren, Netzneutralität | |
| Michael Hofer, VIBE!AT - Verein für Internet-Benutzer Österreichs | |
| 17:30 Pause | |
| 17:45 Freie Infrastruktur | |
| Michael Bauer, FunkFeuer | |
| 18:30 Pause | |
| 18:45 Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung | |
| Christof Tschohl, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, AKVorrat.at Andreas Krisch, European Digital Rights (EDRi), AKVorrat.at |
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Die österreichische Regierung hat 2011 die Einführung der Vorratsdatenspeicherung beschlossen. Diese Maßnahme greift massiv in die Privatsphäre aller Menschen in Österreich ein. Der AK Vorrat prüft bereits die Möglichkeiten, mittels einer Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung in Österreich vorzugehen. European Digital Rights (EDRi) hat einen 'Schattenbericht' über bisherigen Erkenntnisse zur Umsetzung der EU-Richtlinie in Europa erstellt. Die Bilanz ist verheerend. |
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| 19:30 Pause | |
| 20:00 Diskussion: "9/11" als Startschuss zum Überwachungswahn? Dieser Programmpunkt findet im Museumsquartier Raum D statt. |
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| Freiheit statt Angst Österreich | |
Noch 10 Jahre nach „9/11“ schlagen sich die Auswirkungen dieses Ereignisses in Politik, Gesellschaft und Gesetzgebung nieder. Der Drang zur Kontrolle scheint die Grenzen der Privatsphäre nachhaltig aufzulösen. Die technische Entwicklung der letzten Jahre ermöglicht eine immer lückenlosere Überwachung in vielen Lebensbereichen. Schon vorhandene Video- und Telekommunikationsüberwachung wird auch im privatwirtschaftlichen Sektor weiter ausgebaut. Moderne Technologien und deren Gebrauch, die verdachtslose Aufzeichnung von Standort- und Verbindungsdaten (Vorratsdatenspeicherung) und Verschärfungen in der Gesetzgebunglassen die Wirklichkeit aus „1984“ greifbar nahe erscheinen. Im Namen von „Sicherheit“ und des „war on terror“ werden heute Maßnahmen toleriert, die noch vor wenigen Jahren hierzulande Kennzeichen diktatorischer Systeme und völlig undenkbar waren. Kann „9/11“ tatsächlich als der Auslöser eines neuen Trends gesehen werden oder hat dieses Ereignis lediglich eine bestehende Entwicklung beschleunigt und kanalisiert? Über die derzeitige Lage werden Beobachter_innen und Betroffene mit dem interessierten Publikum diskutieren. Diskussionsteilnehmer_innen (Zusage):
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Informationen zu den Veranstaltungen in Deutschland, Belgien und anderswo findet Ihr auf den Websites von Freedom Not Fear 2011 oder AK Vorrat Deutschland.
Kurz-URL zu diesem Beitrag: http://unurl.org/fe


Kommentare
#1 Die Akteure und Nutznießer
Der ganze Wahnsinn begann erst so richtig mit dem sogn. Terroranschlag in New York!
Mit dem Patriot act 2 wurden in den USA den Behörden Tür und Tor geöffnet um die
Menschen in allen Belangen kontrollieren zu dürfen.
Die technischen Möglichkeiten spielen dabei auch eine große Rolle in der heutigen Zeit.
Diese werden unverschämt ausgenutzt und schleichend an allen Ecken eingeführt.
Alles mit dem Vorwand des Terrors, selbst von oben geschürt wird.
Meinermeinung müsste man sich fragen „ wer hat etwas davon“????
Nachdem es in unserer kranken Welt ja eh nur um Geld und Macht geht, sollte das
Problem in diesem Pyramidensystem ganz oben gesucht werden.
Das ganze dient ausschließlich nur dem Schutz der Reichen und Superreichen.
Man weis außerdem, dass unser Finanzsystem demnächst zusammenbrechen muss.
Siehe ein guter Beitrag von Dirk Müller:
http://www.youtube.com/watch?v=0xW3IBSC99o&feature=related
oder:
http://www.youtube.com/watch?v=XU4NKp0d9_0&feature=related
plus viele weitere Beiträge, die ja eh schon alles sagen!
Diese Elite wird nicht zulassen, dass die breite Bevölkerung erfährt, was wirklich los ist.
Es ist ganz einfach wieder so weit – der Verteilungskampf hat nun richtig begonnen.
Das hat nichts mit Verschwörung zu tun, sondern mit einer ganz normalen Logik
die in unserm menschlichen Bewusstsein tickt.
Leider wiederholt sich die Geschichte immer wieder. Die Lernfähigkeit des Menschen
ist nicht besser als bei den Tieren, die sogar in manchen Belangen unserer Spezies überlegen sind. Die fressen nur um zu überleben. Wir sammeln und rauben für die nächsten Generationen.
Unsere Richter werden schon lange von politischen Interessen unterwandert.
Wer hat aber den Mut und die Macht dieses Treiben einzustellen?
Nur eine gerechtere Verteilung des Vermögens, löst auch diesen Kontrollwahn auf.