Direkt zum Inhalt
unwatched.org logo
Login / Registrierung
Passwort vergessen?
  • Home
  • Ticker
  • Termine
    • Termin eintragen
  • Pressespiegel
  • Themen
    • ACTA
    • Copyright / Urheberrecht
    • Datenschutz
    • Finanzdaten / SWIFT
    • Fluggastdaten / PNR
    • Grundrechte
    • Nacktscanner
    • Netzsperren
    • RFID
    • Social Media
    • Überwachung
    • Vorratsdaten
    • Zensur
    • Zensurmontag
    • Europäische Union
    • Österreich
    • Deutschland
    • Schweiz
  • EDRi-gram
  • Literatur
  • Links
    • Link eintragen
  • Online-Abo
Startseite » Das war der #DNP12 – Alle Vorträge und Aufzeichnungen im Überblick

#DNP12: Datenschutz im Internet der Dinge

Verfasst von dub am 12. September 2012 - 18:25
  • Datensicherheit
  • Datenschutz
  • Online Tracking / Behavioural Targeting
  • RFID
  • Weltweit

Datenschutzexperte Andreas Krisch beim #DNP12

Das Internet der Dinge verbindet immer mehr Kommunikations- und Informationssysteme miteinander – dass dabei auch sehr sensible Daten in Umlauf gebracht werden, ist vielen gar nicht bewusst. Und die Kontrolle über die eigenen Daten ist schneller verloren als man denkt.

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) macht es möglich, alltägliche Gegenstände mit dem Internet oder einem beliebigen anderen Netzwerk zu verbinden und damit Objekte beziehungsweise "Dinge", wie einen Tisch, eine Uhr oder ein T-Shirt zu "computerisieren". So versucht Andreas Krisch beim #DNP12 die elektronische Vernetzung von Alltagsgegenständen mittels RFID-Chips und anderer IoT-bezogener Technologien zu verdeutlichen.

Objekte können miteinander kommunizieren ...

Nachdem einmal festgelegt ist, was das Objekt können und mit wem es kommunizieren soll, verfügen es über ein hohes Maß an Autonomie; es kann "selbständig" Dinge tun, man kann es "sich selbst überlassen" und die Objekte können auch untereinander kommunizieren, wie der Datenschutzexperte der mksult GmbH erklärt.

Anwendungen für derartige Systeme sind etwa Smart Metering oder intelligente Transportsysteme. Mit Hilfe letzterer können Verkehrsströme gesteuert werden, um beispielsweise den Verkehr bei Staubildung schneller und effizienter umleiten zu können oder um eine bessere Information der Fahrgäste zu ermöglichen ("der Bus kommt in drei Minuten").

Problematisch ist Krisch zufolge, dass beim Einsatz solch intelligenter Systeme eine Unzahl an Informationen gesammelt wird, die einer eindeutigen Zuordnung bedürfen. In dem Moment aber, wo Objekten eine eindeutige Identifikationsnummer zugewiesen wird, sind die gesammelten Daten bereits als personenbezogenes Datum anzusehen. Denn die automatische Objektidentifikation kann leicht zur Identifikation von Personen führen.

... und zur eindeutigen Identifikation von Personen führen

Die Informationen sind automatisch erfassbar und ermöglichen also eine eindeutige Zuordnung, wie sie im normalen Leben gar nicht möglich wäre. Befindet sich etwa ein RFID-Chip in einem Kleidungsstück – was bereits häufig der Fall ist – dann kann das nächste Lesegerät beispielsweise feststellen, wann jemand einen Raum betritt oder wieder verlässt.

Die Datensammlungen können – oftmals mit weiteren Daten verknüpft – genaue Informationen über Personen aufdecken und über deren Gewohnheiten, Interessen und Standorte Auskunft geben. Nachverfolgbarkeit, Profilbildung und Data Mining sowie weitere unrechtmäßige Verarbeitung personenbezogener Daten können die Folge sein.

Bestehende Datenschutzprobleme werden verschärft

Das Internet der Dinge kann somit ohnehin schon bestehende Datenschutzprobleme noch weiter verstärken. Für einen effektiven Schutz personenbezogener Daten müsste sichergestellt werden, dass

  • die Kontrolle über die eigenen Daten bestehen bleibt
  • Betroffenenrechte ausgeübt werden können
  • Informationen für die "breite Masse" verständlich gemacht werden und
  • eine klare und diskriminierungsfreie Wahl besteht, wenn eine Datenverarbeitung auf der Zustimmung der Nutzer beruht

Lösungsmöglichkeiten sind vorhanden, aber noch nicht umgesetzt

Um dies möglich zu machen, müssten einerseits die Betroffenenrechte und andererseits die Aufsichtsbehörden gestärkt werden. Krisch fordert zudem eine Harmonisierung des Datenschutzrechts in Europa, um den Problemen wirksamer begegnen zu können; auch eine bessere Durchsetzung bestehender Rechte sei dringend erforderlich.

Der Datenschützer, der sich auch in der Expertenarbeitsgruppe der Europäischen Kommission zum Internet der Dinge für eine Verbesserung der Verbraucherrechte engagiert, hofft, dass sich Brüssel eines Tages dazu durchringt, eine Datenschutz-Folgenabschätzung vorzuschreiben. Dann müssten alle, die entsprechende Anwendungen einsetzen wollen, ihre Pläne noch vor Inbetriebnahme des Systems auf die Einhaltung des Datenschutzes hin überprüfen.

Bis dahin sollte das Prinzip der "Privacy by Design" forciert werden. Dabei werden etwaige Datenschutzprobleme schon bei der Entwicklung neuer Technologien berücksichtigt und in die Gesamtkonzeption (einer IoT-Anwendung) einbezogen. Die Einhaltung des Grundsatzes der Datensparsamkeit ist dabei oberstes Gebot.

Dann müssen Datenschutzprobleme nicht mehr mühsam im Nachhinein und mit viel Zeitaufwand durch Korrekturprogramme behoben, sondern können von vornherein vermieden werden. Das spart einerseits unnötige Kosten und führt andererseits zu einem gesteigerten Vertrauen der Nutzer und somit zu mehr Akzeptanz der Datenverarbeitung. [unwatched ]

Kurz-URL zu diesem Artikel: http://unurl.org/iPA
Bild: unwatched/Matthias Tonitz

  • MeinVZ
  • del.icio.us
  • Digg
  • Facebook
  • Furl
  • identi.ca
  • Mister Wong
  • StumbleUpon
  • Twitter
‹ #DNP12: Neues zum EU Datenschutz aus erster Hand nach oben #DNP12: PNR – Die Totalüberwachung aller Reisenden ›
  • Druckversion
  • Neuen Kommentar schreiben
  • Trackback URL
FlattrFlattr? Online-Abo Artikel ... Feedback | Fehler melden

Community-Hinweis

#DNP13

Themen

RFID ACTA Fluggastdaten / PNR Finanzdaten / SWIFT Vorratsdaten Netzsperren Zensurmontag Nacktscanner Social Media Datenschutz Zensur Grundrechte Überwachung Copyright / Urheberrecht Österreich Deutschland Schweiz Europäische Union

Pressespiegel

  • Reform in Brüssel: "Österreich soll starken Datenschutz fordern" (24.05.2013)
  • Jagd auf Hartz-IV-Betrüger: Facebook Recherche verstößt gegen Datenschutz (24.05.2013)
  • Xbox One: Microsoft patentiert Wohnzimmer-Überwachung (23.05.2013)
  • NFC: Irrtümliche Zahlungen erfolgt (22.05.2013)
  • DDoS-Service als legitimes Geschäft mit Segen des FBI (22.05.2013)
  • Urheberrechtsverletzung: YouTube feuert Online-Klavierlehrer (22.05.2013)
  • Kontaktlos: "Unbeabsichtigte Zahlungen möglich" (22.05.2013)
  • FBI fordert Überwachungsschnittstelle auf User-PCs (21.05.2013)
  • Österreichischer Verfassungsschutzbericht: Von der Konstruktion “linksextremer” Gewalt (20.05.2013)
  • Nach Bespitzelungsaffäre: US-Nachrichtenagentur beklagt Vertrauensverlust (20.05.2013)
Weitere Pressemeldungen

Neueste Kommentare

  • Vielen Dank für den Hinweis.
    vor 1 Woche 1 Tag
  • Muss das wirklich reguliert werden?
    vor 1 Woche 1 Tag
  • Wo ist die Neuigkeit?
    vor 4 Wochen 4 Tage
  • "Beispielsweise sollten laut
    vor 5 Wochen 1 Tag
  • swiss security
    vor 6 Wochen 3 Tage
  • eu und speicherung
    vor 6 Wochen 3 Tage
  • Ausland
    vor 6 Wochen 3 Tage
  • Oh ja, natürlich!
    vor 8 Wochen 12 Stunden
  • nichts für ungut, aber müsste
    vor 8 Wochen 13 Stunden
  • Stumpfes Schwert
    vor 9 Wochen 5 Tage

Kontakt & Impressum | PGP-Schlüssel | Werben auf unwatched.org

unwatched.org - Das Datenschutzportal der mksult GmbH, Kirchberggasse 7/5, A-1070 Wien