ELGA: Ärztekammer weitet Info-Kampagne gegen elektronische Gesundheitsakte aus
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Österreich weiß nach wie vor nicht ausreichend Bescheid über den vom Gesundheitsministerium geplanten elektronischen Gesundheitsakt (ELGA). Das jedenfalls zeige das rege Interesse der Wienerinnen und Wiener an den ELGA-Informationen, die in den Ordinationen der Bundeshauptstadt seit Kurzem aufliegen. Daher weite die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) diese Informationskampagne nun österreichweit auf alle Ordinationen aus, erklärte der Bundesobmann der niedergelassenen Ärzte, Johannes Steinhart, Freitag in einer Aussendung.
"Ärzte und Ordinationsassistentinnen werden zunehmend mit Anfragen zu ELGA konfrontiert. Wir sehen es daher als unsere Pflicht, das Informationsdefizit des Gesundheitsministeriums auszugleichen", so Steinhart. "Die derzeit endlich laufenden Expertengespräche zeigen, wie viele Fallen und Mängel der aktuelle Gesetzesentwurf noch immer hat. Daher sollte man sich noch ein wenig Zeit nehmen, um ein seriöses und praktikables ELGA-Gesetz zustande zu bringen, das die ärztliche Arbeit im Sinne der Patienten unterstützt, ausreichende Datensicherheit bietet und ein System ermöglicht, dessen Errichtungskosten in einem vernünftigen Rahmen bleiben", ergänzte ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger.
Märchen von den gelöschten Daten
Der aktuelle Gesetzesentwurf verpflichtet jeden Arzt, die Gesundheitsdaten seiner Patienten zu speichern. Wer das nicht will, kann "hinausoptieren". "So gut wie niemand weiß, dass ,Opt-out' keineswegs bedeutet, dass bereits vorhandene Daten gelöscht würden", so Wechselberger. Die Daten blieben im System und damit also für einen möglichen Missbrauch erhalten, gab der Ärztechef zu bedenken. [unwatched / apa]
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Bild: © Ärztekammer Wien


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