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Deutschland: Weiterhin Mehrheit gegen Vorratsdatenspeicherung

Computerwelt

Der AK Vorrat machte dieser Tage auf eine aktuelle Studie zur Akzeptanz der Vorratsdatenspeicherung (VDS) aufmerksam. Das Fazit der Umfrage: Nach wie vor lehnen zwei Drittel der Bevölkerung die grundlose Speicherung der gesamten Telekommunikationsverbindungsdaten aller Deutschen strikt ab.

Egal ist die verdachtsunabhängige Speicherung der Telekom- und Internetverbindungsdaten unbescholtener Bürger fast niemandem (nur 6,6 Prozent). Zwei von drei Bürgern (65,5 Prozent) sprechen sich jedoch klar gegen die „Sammelwut“ staatlicher Stellen aus. Weitere 23,3 Prozent sehen „in der Vorratsdatenspeicherung einen guten Weg für mehr Sicherheit“, allerdings wollen sie den Sicherheitsbehörden dieses Recht nur für einen begrenzten Zeitraum zugestehen. Nur magere 4,7 Prozent befürworten die einschneidende Maßnahme ohne Einschränkung.

Das Ergebnis dieser aktuellen Umfrage der Kölner Meinungsplattform mingle-Trend bringt somit nichts Neues. Schon im Sommer 2011 bestätigte eine Bitkom-Studie die breite Ablehnung der Vorratsdatenspeicherung. Auch eine im September 2011 für die CDU/CSU erstellte Studie des Allensbach-Instituts ergab ähnlich hohe Ablehnungswerte – nicht einmal die eigenen Anhänger von CDU/CSU zeigten sich damals von der verdachtslosen Speicherung ihrer Verkehrs- und Standortdaten überzeugt (unwatched berichtete).

Gegenüber den Ergebnissen einer Studie aus dem Jahre 2008 habe die anlehnende Haltung sogar noch zugenommen, so die Aktivisten vom AK Vorrat. Darin sehen sie „gutes Zeichen, dass sich der gesunde Menschenverstand offenbar unberührt durchsetzt“. Bleibt abzuwarten, ob sich eines Tages auch die Politik an diesen Erkenntnissen und den Wünschen ihrer Bürger orientiert. [unwatched / mingle-trend.respondi / AK Vorrat]

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Foto: © Paul-Georg Meister / pixelio.de