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Analyse von Kundendaten: Tesco personalisiert Webseite nach Geldbeutel

Einkaufszentrum

Die britische Einzelhandelskette Tesco will das Warenangebot auf ihrer Webseite personalisieren, indem das bisherige Kaufverhalten von Kundenkartenbesitzern analysiert wird. Wer immer viel Geld bei Tesco ausgegeben hat, wird Online mit Räucherlachs empfangen, wer auf günstige Einkäufe Wert legt, bekommt gebackene Bohnen serviert, wie dailymail.co.uk schreibt. So will Tesco loyalen Stammkunden das Leben erleichtern. Das Risiko, Kunden zu beleidigen, nimmt die in Bedrängnis geratene Kette in Kauf. Tesco hat im vergangenen Jahr Marktanteile verloren und erstmals seit 20 Jahren eine Gewinnwarnung ausgegeben.

"Ähnliche Ansätze gibt es außerhalb des Internets schon lange. Gut betuchte Konsumenten lesen andere Magazine als weniger wohlhabende und werden so mit Angeboten für teurere, aufwendigere und möglicherweise qualitativ hochwertigere Produkte versorgt", sagt Volker Nickel, Geschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft, gegenüber pressetext. Bei Tesco wird das ähnlich gesehen: "Vor einer Generation haben die Händler ihre Kunden noch persönlich gekannt. Wer seinen Kunden gut kennt, kann ihm geben, was er will", sagt Tesco-Chef Phil Clarke. Laut Tesco haben erste Testläufe den Umsatz um zehn Prozent gesteigert.

Auf ähnliche Weise arbeitet auch das US-amerikanische Reiseunternehmen Orbitz, das neuesten Berichten zufolge den Besitzern von Rechnern der Marke Apple teurere Angebote unterbreitet (unwatched berichtete), als Besitzern vergleichbarer Marken. [unwatched / pte]

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Bild: © Martin Fiedler / pixelio.de