Japan: Filesharern drohen künftig Haftstrafen
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Die japanische Regierung hat es auf Filesharer abgesehen und so soll es Raubkopierern künftig richtig an den Kragen gehen. Denn ab dem 1. Oktober müssen die Rechtsverletzer nicht nur mit zivilrechtlichen, sondern auch mit strafrechtlichen Sanktionen rechnen. So drohen Japanern, die urheberrechtlich geschützte Inhalte herunterladen oder verbreiten, künftig eine bis zu zweijährige Haftstrafe oder eine Geldstrafe in Höhe von zwei Millionen Yen (rund 20.000 Euro).
Neben dem Filesharing selbst soll dabei auch das Umgehen von Kopierschutzmaßnahmen, etwa das Rippen einer CD, bestraft werden. Dies gilt offensichtlich auch für Datenträger, die rechtmäßig erworben wurden und für den Eigengebrauch geknackt werden, etwa um Musikstücke von einer alten CD auf einen MP3-Player zu laden oder um Sicherheitskopien von DVDs et cetera zu erstellen.
Ein entsprechendes Gesetz hat nun das Oberhaus des japanischen Parlaments passiert – im Unterhaus wurde das Gesetz bereits vor über einer Woche durchgewunken. Auf die Formulierung des Gesetzes sollen insbesondere die Oppositionspartei LDP und die japanische Contentlobby RIAJ großen Einfluss genommen haben. [unwatched / netzpolitik.org]
Kurz-URL zu diesem Artikel: http://unurl.org/hVZ
Bild: Xander


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