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GB: Auch BT fügt sich der Sperr-Verordnung gegen The Pirate Bay

The Pirate Bay

Nachdem das britische Höchstgericht kürzlich fünf Internetprovider – auf Druck der britischen Musikindustrie (British Phonographic Industry, BPI) – dazu verpflichtet hat, The Pirate Bay (TPB) wegen Urheberrechtsverletzungen zu sperren, gab nun auch der größte Provider des Landes den Forderungen der Industrie nach. Somit verweigert nach Sky, Everything Everywhere, TalkTalk, O2 und Virgin Media nun auch die British Telecom (BT) seinen Kunden den direkten Zugang zum populären Filesharing-Portal.

Doch die Betreiber von The Pirate Bay zeigen ganz offen, dass sie nicht vorhaben, sich mit der Sperre abzufinden. Da das Portal anhand ihrer bekannten IP-Adressen identifiziert und blockiert wird, richten die Betreiber der Plattform immer wieder neue IP-Adressen für die Seite ein. Auf diese Weise können britische Internetnutzer weiterhin auf The Pirate Bay zugreifen, denn jedes Mal, wenn neue IP-Adressen auftauchen, muss die Musikindustrie eine neue gerichtliche Verfügung erwirken, um auch die neuesten IP-Adressen auf die Sperrliste der Provider setzen zu können.

Vom Katz- und Mausspiel zwischen den Urhebern und The Pirate Bay profitiert dabei in erster Linie die britische Piratenpartei. Diese stellt einen öffentlichen Proxy zur Verfügung und hilft somit die Sperre der Seite zu umgehen, was ihr zahlreiche neue Mitglieder eingebracht hat. Inzwischen befindet sich die Seite der Piraten sogar unter den Top 600 meist besuchten Seiten Großbritanniens. [unwatched / gulli]

Kurz-URL zu diesem Artikel: http://unurl.org/hRk
Bild: The Pirate Bay