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Patientendaten auf gebrauchten Festplatten via eBay "gekauft"

Datensicherheit
Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

Beim routinemäßigen Überprüfen gebrauchter Festplatten haben die Datenretter von Attingo sensible Patientendaten von Unfalleinsätzen einer österreichischen Rettungsorganisation gefunden. Das Unternehmen hat die Festplatte ganz normal über eBay erstanden.

Fundgrube: gebrauchte Festplatten

Obwohl zuvor offensichtlich versucht worden ist, die Platte durch Formatierung zu löschen, konnten die Datenretter vollständige Datensätze auslesen. Neben Patientendaten und Kontaktadressen sind auch Unfallfotos darin enthalten. "Wäre diese Festplatte in falsche Hände geraten, hätte es Erpressungsversuche oder einen weiteren Datenskandal geben können", warnt Attingo-Geschäftsführer Nicolas Ehrschwendner. Der Datenrettungsspezialist verspricht, die Patientendaten fachgerecht zu vernichten.

Dies sei nicht das erste Mal, dass man sensible Informationen auf gebrauchten, regulär zum Kauf angebotenen Festplatten gefunden habe, betont der Attingo-Chef. Der Unternehmer kauft für sein Ersatzteillager laufend Festplatten und hat dabei laut eigener Aussage schon Anwaltsschreiben, Asylantendaten und sogar Forschungsergebnisse gefunden.

Vollständiges Datenlöschen ist technisch fast unmöglich

Richtiges Vernichten sei gemäß Datenschutzgesetz genauso wichtig wie der Schutz gespeicherter Informationen. Denn der Inhaber haftet für "seine Daten", solange sie sich noch auf einem Datenträger befinden, auch wenn dieser als Gebrauchtgegenstand verkauft wird", erklärt Ehrschwendner.

Das Problem: Restloses Löschen ist technisch fast unmöglich und wird auch von anerkannten Löschprogrammen meist nicht vollständig bewältigt. Der sicherste Weg sei tatsächlich der Shredder, Erhitzen auf 800 Grad in Spezialöfen oder der Gang zum Spezialisten, so der Experte.

[unwatched / APA ]

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